5 Tipps für den Umgang mit Angsthunden

Das Leben mit einem Angsthund kann eine Herausforderung sein und so manchen Halter an seine Grenzen bringen. Diese fünf Tipps helfen, den gemeinsamen Alltag zu meistern.

Ein Gastbeitrag von Julie & Bonnie.

1. Arbeite über positive Verstärkung

Das gilt für alle Hunde, besonders aber für Angsthunde. Wende keine Gewalt oder positive Strafe an (weder verbal noch körperlich). Trainiere stattdessen über positive Verstärkung, indem du jedes erwünschte Verhalten deines Hundes belohnst (z.B. durch Loben, Spielen oder Geben von Leckerli) und es somit positiv bestätigst. Deinen ängstlichen Hund durch positive Strafe unter Druck zu setzen, einzuschüchtern, zu erschrecken oder gar körperlich weh zu tun ist (selbstredend) kontraproduktiv für deinen ängstlichen Hund – und wirkt sich darüber hinaus negativ auf eure Beziehung aus. Und du willst schließlich, dass dein Hund dir vertraut und nicht auch Angst vor dir bzw. einer Bestrafung von dir entwickelt.

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Trainer oder deine Trainerin positive Strafe anwendet oder nicht, kannst du hier nachlesen, woran du einen guten Hundetrainer erkennst.

2. Ignoriere die Angst nicht

Die Angst eines Hundes zu ignorieren ist eine veraltete, längst widerlegte Theorie, die leider immer noch von einigen Trainern empfohlen wird. Wenn du deinen ängstlichen Hund ignorierst, fühlt sich dieser hilflos und unverstanden – die Angst wird dadurch nicht besser. Dass man die Angst eines Hundes durch Zuwendung verstärken kann, ist übrigens genauso ein Mythos (den ich bereits hier diskutiert habe). Wenn dein Hund dir mithilfe seiner Körpersprache zeigt, dass er Angst hat, dann ignoriere ihn nicht, sondern sei für ihn da und versuche ihn aus der Situation herauszunehmen. Auf keinen Fall solltest du ihn absichtlich in eine Angstsituation bringen und ihn durchzwingen à la “Da muss er jetzt durch!”. Nur wenn dein Hund lernt, dir zu vertrauen, könnt ihr gemeinsam an der Angst trainieren.

3. Trainiere an der Angst

Die Angst deines Hundes wird nicht einfach so verschwinden (daher bringt das Ignorieren auch nichts). Für ein erfolgreiches Training ist es essentiell, die einzelnen Angstauslöser deines Hundes zu kennen und gezielt an diesen zu trainieren. Wichtig ist, dass der Hund nicht permanent Angstauslösern ausgesetzt wird. Bei einer Reizüberflutung kann er nämlich weder denken noch lernen. Daher solltest du, in kleinen Schritten, an einem Angstauslöser in einer Umgebung mit kontrollierten Reizen üben. Solange der Hund aufnahmefähig ist und sein Stresslevel nicht (zu) hoch ist, kann er schrittweise an den Angstauslöser gewöhnt werden (Desensibilisierung) und ihn mit etwas Positivem verknüpfen (Gegenkonditionierung).

4. Sorge für ausreichend Ruhe und Entspannung

Du solltest dafür sorgen, dass dein Hund genügend Ruhephasen hat. Vor allem Angsthunde sind öfter gestresst und für eine positive Entwicklung und Erholung müssen sie immer wieder zur Ruhe kommen. Tagsüber solltest du daher regelmäßig für Entspannung deines Hundes sorgen, egal, ob er hierbei auf seinem Deckchen liegt, in seiner Box oder in deinem Bett schlummert. Übrigens schlafen Hunde nicht nur nachts, sondern auch tagsüber – und das bis zu 18 Stunden am Tag! Schlafphasen sind sehr wichtig, denn Hunde verarbeiten das Erlebte im Schlaf.

5. Akzeptiere deinen Hund

Das ist das Allerwichtigste. Akzeptiere, dass dein Hund vorsichtig und ängstlich ist, sei es angeborene Furcht oder erlernte Angst oder gar Phobie vor bestimmten Objekten, Geräuschen oder Menschen. Durch Training kann und wird es besser, doch wirst du deinen Angsthund nicht in einen gelassenen, furchtlosen Hund verwandeln können. Je eher du deinen Angsthund als solchen akzeptierst, desto einfacher wird euer alltägliches Zusammenleben und umso gelassener gehst du mit der Situation um.

Natürlich bist du in vielen Dingen eingeschränkter als die Halter mit „normaleren“ Hunden. Aber vergiss nicht, dass dein Hund wiederum andere positive Seiten hat (um welche dich die anderen beneiden). Darum ist es auch ganz wichtig, dich und deinen Hund nicht mit anderen zu vergleichen! Kein Hund ist perfekt und wir alle müssen an bestimmten Verhaltensweisen unseres Hundes arbeiten.

Wenn wir uns nur auf die Angst und die damit verbundenen alltäglichen Schwierigkeiten konzentrieren, übersehen wir häufig die kleinen Erfolgsschritte unseres Hundes – und gerade diese Erfolgserlebnisse sind wichtig für unsere Bindung und die Selbstsicherheit des Hundes.

Wie du siehst, bist du mit deinem Angsthund und deiner Situation nicht alleine. Lass dich daher nicht entmutigen und gib das Training mit deinem ängstlichen Hund nicht auf! Es ist arbeits- und vor allem zeitintensiv, aber es lohnt sich. Oftmals hilft auch ein Austausch mit Gleichgesinnten (auf der Hundewiese oder online in Hundecommunities).

Über die Autorin:


Julie lebt mit ihrer rumänischen Mischlingshündin Bonnie in Heidelberg.
Sie absolviert eine Trainerausbildung bei der Tierakademie Scheuerhof und bloggt auf Julie & Bonnie unter anderem über den richtigen Umgang mit Angsthunden und das Training über positive Bestärkung. Ihre Hündin Bonnie stammt aus dem Tierschutz und ist ein Angsthund.

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29 Kommentare

  1. Mein Hund kommt aus Russland. Angst und scheu. Jedoch auch listig. Er ist total auf mich fixiert. Beobachtet mich ständig wo ich hingehe was ich mache. Problem. Er tut sich schwer mit anderen Hund. Selten das er mal aufdreht wie gestern und rast mit einem anderen Hund über die Felder. In der Hundeschule hat er nichts im Sinn mit anderen Hunden. Er will mich für sich alleine. Meine Katze ist auch nicht sein Ding. Bin vor 4 Monaten umgezogen. Getrennt. Mein Mann hat 1 Malteser. Früher haben sie zusammen gespielt. Aber nicht lange. Er zieht sich immer zurück wenn es ihm zu viel wurde. Mein Hund ist 4 Jahre. Mit gut einem Jahr bekommen. Früher schon mal Hundeschule besucht. Mässig gut. Er gehorcht mir gut. Der Hund ist ein Weibchen und mehr in sich gekehrt. Wie bekomme ich ihn mit anderen Hunden zusammen.
    Würde mich auf eine Nachricht freuen.

    • Liebe K. Meuser, für einen ausgewachsenen Hund von 4 Jahren ist es völlig normal, sich nicht besonders für andere Hunde zu interessieren. Erst recht, wenn er aus dem Tierschutz stammt. Daher solltest du dich hierum nicht sorgen, sondern es einfach akzeptieren. Wenn er den Kontakt möchte, wird er von selbst den Kontakt zu anderen Hunden suchen. Solltest du beim Spaziergang andere Hundehalter mit ihren Hunden regelmäßig treffen, gehe ein Stück mit ihnen und quatsche ein Bisschen. Wenn die Hunde sich immer wieder sehen und ein Stück miteinander laufen, freunden sie sich oft an – natürlich nur bei Sympathie und wenn es passt. LG Suse mit ihrer kleinen Rumänin Tippi

  2. Vielen Dank für die wundervollen Tipps.
    Mein kleiner, rumänischer Rüde aus dem Tierschutz
    ist ein Jahr und wir 14Wochen zusammen.
    Sehr ängstlich und ich mache es instinktiv, so wie
    Im Bericht geschrieben – merke auch, dass Krümel schon um einiges ruhiger und gelassener geworden ist. Hundetraining machen wir auch
    Krümel hat auch immer wieder seine Ruhephasen und ich zwinge ihn zu nichts. Wird ganz viel gelobt. Es braucht halt viel Geduld und Liebe

  3. Ich habe eine Hündin Labrador die ist 1 Jahr alt, lieb , aber ängstlich stehen Autos, Mühl Containe , zieht immer beim spazieren , ich ruf sie Fuß, sie kommt aber ziehen sie gleich wieder die Leine vor. Beim Leute vorbei laufen wir sie wegrennen 🙈.
    Was könnte ich dagegen machen?

  4. Hallo habe einen 6 Monaten hund aus Griechenland bei uns geht es gut aber er knurrt jeden anderen an wie helfe ich ihm und uns am besten Gruß corina

  5. Ich habe auch eine 6jährige Labrador Hündin aus dem Tierschutz seid 5 Monaten. Sie ist schon gut aufgetaut. Da sie in den kurzen Zeitraum 2x läufig und 2x gut Scheinträchtig war, ist es sehr schwierig sie aus der Angst raus zu bekommen, denn sie fällt in diesem Zeitraum stark zurück. Wir lassen sie jetzt kastrieren und hoffen das sie dann mehr Lebensfreude gekommt.

  6. Hallo, wir haben vor einem Monat eine 1 Jahr alte Hündin aus Zypern geholt. Sie ist auf der Straße aufgewachsener Hund, der mit ca. 6 Monaten eingefangen wurde. In den einem Monat bei uns hat sie sich toll entwickelt. Auch mit unserer alter Hündin und den Kindern kommt sie immer besser klar. Ihre Hauptbezugsperson bin ich und von mir hat sie fast gar keine Angst, auch wenn ich lauter rede o. ä. Sie hat aber extreme Angst von meinem Mann und es wird eher schlimmer als besser. Er spricht mit ihr mit leiser, ruhiger stimme, versucht sie in keine Situation zu bringen wo sie Angst bekommen könnte. Wenn sie alleine zuhause sind, ist es etwas besser. Aber wenn ganze Familie da ist, rennt sie ängstlich weg, wenn mein Mann nur vorbei läuft. Sie ist ein wirklich toller Hund und entwickelt sich gut, nur diese extreme Angst von meinem Mann macht uns Sorgen. Wie sollte wir mit dieser Situation umgehen?

    • Hallo, das gleiche Problem hatten wir auch. Wir haben (meine Tochter und ich) meinen Mann super interessant gemacht für den Hund. Wenn er rein kam ins Zimmer haben wir ihn überschwänglich begrüßt und den Hund mit einbezogen. Nach dem Motto : guck mal wer da kommt. Und da hat er schnell verstanden das hier keine Gefahr droht. Er hat unserem Urteil vertraut😉

    • Hallo Savita! Das gleiche Problem ergibt sich gerade auch bei uns. Ich bin die Bezugsperson schlechthin mit nur noch wenig Angst, aber die Angst vor meinem Mann wird eher mehr als weniger nach jetzt fast 2 Wochen. Ich hoffe meine Zeilen erreichen Dich und Du kannst uns mit deinen Erfahrungen weiterhelfen. Liebe Grüße Petra

  7. Manuela Hollmann

    Hallo, habe eine 7 jährige Windhündin die schlecht alleine bleiben kann. Sie friesst dann immer den Putz von der Wand ab und macht sich auch an den Möbel zu schaffen. Ich muss jeden Tag 5 Stunden arbeiten , sodass sie immer bis zu 6 Stunden allein bleiben muss. Ich weiss aber nicht richtig wie man diesen Zustand trainieren soll.

    • Hallo Manuela,

      klein fängst du an. Zuerst muss ein Hund lernen, dass du ein Zimmer verlassen kannst, später die Wohnung. Das weitest du aus – in winzigen Schritten. Ein Entspannungssignal kann helfen. Und die Fortschritte sind auch etwas davon abhängig, warum dein Hund alles anfrisst, wenn sie alleine ist. Einige haben Langeweile, andere sind frustriert und wiederum andere haben Trennungsangst.
      Das lässt sich kaum trainieren, wenn man durchgehend mehrere Stunden arbeitet und keinen Urlaub nimmt. Vielleicht wäre ein Dogsitter eine gute Übergangslösung für euch?

  8. Hallo, meine 7jährige Mischlingshündin hat seit einiger Zeit Angst vor blauem Himmel und Sonne. Sie geht dan nur sehr ungerne spazieren. Wie kann ich ihr helfen?

    • Hallo Kerstin,

      lass mal ihre Augen von einem Fachtierarzt für Augenheilkunde untersuchen. Es gibt Augenerkrankungen, bei denen die Hunde sehr empfindlich auf Helligkeit/Sonnenlicht reagieren.

  9. Hallo Manuela, unser kleiner Rumäne knurrt und manchmal bellt er mich auch beim Essen an. Er beobachtet mich ständig, vom Sofa aus, von seinem Korb aus. Wenn ich ihn rufe bellt er. Er kommt zu mir aber sehr langsam, manchmal auch garnicht. WEnn ich zu ihm gehe und ihn mal kraule ist er ganz angespannt. Bei allen anderen die er kennt ist er ganz lieb. Bei meiner Frau ist er ein ganz anderer Hund. Ich habe schon seit einem Jahr die Hundeschule probiert um ihn mehr sicherheit zu geben, oder dass meine Frau ihn in sein Korb schickt wenn er mich anbellt. Aber irgendwie wird es nicht besser. Was will er mir sagen wenn er mich ständig „anstarrt“? Wie kann ich sein Vertrauen am besten aufbauen?

  10. Hallo wir haben seit 2 Wochen einen 2 jährigen Rüden aus Mazedonien und er ist ein Angsthund. Die ersten paar Tage hat er nur im Schlafzimmer verbracht abseits von uns. Eines Tages kam er abends ins Wohnzimmer und hat sich dann entschieden bei uns zu bleiben. Wir haben ihm einen schönen Platz eingerichtet und er hat auch ein paar kleine positive Fortschritte gemacht. Das große Problem was wir haben ist das er absolut nicht raus gehen möchte, auch nicht in den Garten bzw Terasse. Er hatte einen Abend da ist er kurz raus aber alleine und da wir nicht komplett eingezäunt sind, sind wir gleich hinterher aber sobald er sieht das wir aufstehen und zur Terassentür gehen geht er sofort rein. Er hat panische Angst vor Leine sowie Geschirr. Wir haben versucht ihn positiv zu locken aber es ist nichts zu machen außer wir würden ihn zwingen, was wir natürlich nicht tun wollen. Aktuell geht er für sein Geschäft auf Inkontinenz Unterlagen an einem festen Platz. Habt ihr vielleicht einen Tip wie wir damit umgehen sollen oder wie wir ihn dazu bekommen raus zu gehen?
    Vielen lieben dank

    • Hallo liebe Tanja,

      zwei Wochen sind ja wirklich noch nicht lang. Je nach Vorgeschichte ist es völlig normal, dass ihr noch nicht weiter seid. Könnt ihr ihn denn schon anfassen? Damit fängt es ja an. Ihr setzt euch in seine Nähe und rückt immer näher, berührt ihn vorsichtig bis ihr ihn richtig streicheln könnt. Wenn er dabei etwas entspannt, nehmt ihr das Geschirr mit. Legt es erstmal nur neben euch, nehmt es mal in die Hand während ihr streichelt, legt es danach wieder hin. Berührt ihn kurz damit, nehmt es danach sofort wieder weg und lobt ihn/gebt ein Leckerli, wenn er es schon annimmt. Legt das Geschirr neben seine Futterschüssel, wenn ihr ihn füttert usw. Wenn er bei euch Einzelhund ist, ladet euch doch mal eine richtig nette Hündin ein. Vielleicht habt ihr Bekannte, die sie mal für ein paar Stunden bei euch lassen würden (möglichst ohne Besitzer, denn die sind ja wieder fremd und angsteinflößend). Manche Hunde aus dem Ausland kennen ja eher Artgenossen als Menschen und orientieren sich gern an ihnen. Wenn sie miteinander spielen, löst das Angst. Genauso könnt ihr in seiner Nähe mit der Hündin üben, dass Geschirr anzuziehen (Geschirr über den Kopf und Leckerli geben), sodass er sehen kann, dass es nicht so schlimm ist. Wenn seine Panik vor dem Geschirr darin besteht, sich nur in der Ecke zu verkriechen, könnt ihr auch mal versuchen, es ihm trotzdem vorsichtig anzuziehen. Angst ist etwas, das nicht einfach so weggeht. Man muss an einigen Dingen arbeiten und das kann bedeuten, dass man auch mal Grenzen überschreiten muss, um weiter zu kommen. Für ihn macht es keinen Sinn, sich ein Geschirr anziehen zu lassen. Deshalb wird er auch nicht von sich aus irgendwann vor euch stehen, um sich das Geschirr anziehen zu lassen. Wie er sich an euch gewöhnen musste, müsst ihr ihn nach und nach an das Geschirr gewöhnen. Das mit dem Garten habe ich nicht so ganz verstanden. Wenn dieser nicht eingezäunt ist, würde ich ihn gar nicht unangeleint rauslassen. Das ist doch sehr gefährlich. Gäbe es die Möglichkeit, zumindest einen kleinen Teil sicher einzuzäunen? Angsthunde aus dem Ausland haben keine Angst vor Rasen oder Himmel, sondern vor Menschen. Deshalb bekommt er Angst, wenn ihr euch nähert. Unbeobachtet würde er sich sicher eher trauen, rauszugehen, aber dazu muss es gesichert sein. Wenn er abhaut, kriegt ihr ihn womöglich nie wieder.

      • Susan Stadelmann

        Hallo und guten Abend.
        Danke für die super tollen Hinweisen bezüglich Geschirr und wie man Hundi konditionieren kann👍🏼
        Meine Hündin ist jetzt 3 Wochen bei uns und schwer traumatisiert, da sie in Rumänien mit der Fangschlinge eingefangen wurde und dann im Tötungsshelter war.
        Sie fasst langsam Vertrauen zu mir und lässt jeden Tag mehr Nähe und Berührungen zu.
        Deshalb wäre der nächste Schritt das Geschirr an und auszuziehen und mit diesen tollen Tips👍🏼 Wirddas bestimmt klappen 😊
        Danke 😘

  11. Halo,
    wir habenSeit 5 monate eine hundin aus tierheim. Totale Angst hund. Ich verstehe ihre verhalten nicht. Sie ist sern anhänglich liegt ganzen Zeit bei uns.,aber wen gehe nur kurz raus in andere Zimmer und komme zurück rennt sie weg. Wir haben ein gesicherte Garten zu erst wollte sie nicht raus jetzt ist umgekehrt jetzt geht sie raus aber rennt ganzen zeit rumherum sucht ausflug . Dann haben wir problem sie nach hause zu holen weil sie kein Rückruf folgt und nimmt nie ein Leckerlis. Wir sitzen meistens stunde in Garten und warten bis sie zu uns kommt. Nach meine Beurteilung hat sie nur Stress in Garten. Sollen wir sie rauslassen das sie sich angewöhnt oder nur mit Leine ins Garten gehen? Wie verstärkt man vertrauen zum so ein Hund?

    • Hallo Margit,

      dass sie weg rennt, wenn du wiederkommst, ist völlig normal. Sie hat gelernt, dass ihr nichts passiert, wenn ihr mit ihr irgendwo rumsitzt. Aber das aufrechte Laufen in ihre Richtung ist noch eine Bedrohung. Es wird lange dauern, bis das weg geht. Du kannst ihr helfen, indem du langsam und entspannt gehst, den Oberkörper etwas von ihr wegdrehst, sie nicht direkt anschaust und vielleicht noch fröhlich-niedlich mit ihr redest.

      Die Sache mit dem Garten ist etwas schwieriger. Ist dieser denn ausreichend gesichert, damit sie da auch ganz bestimmt nicht rauskommt? Löst sie sich schon draußen, also kotet und uriniert? Es wäre sinnvoll, ihr zumindest Geschirr und eine lange Leine ran zu machen. Dann müsst ihr schauen, ob ihr sie an die Leine nehmt bzw. sie sich dann überhaupt noch fortbewegen mag oder ob ihr sie so raus lasst, aber das Ende der Leine greifen könnt, um sie wieder rein zu holen.

      Je nach Hund und seiner Vorgeschichte macht es Sinn, Kontakte zu anderen Hundehaltern zu suchen. Vielleicht kennt ihr jemanden, der einen netten Rüden hat, der euch mal besuchen kann. Viele Hunde schauen sich viel von anderen ab, sind im Sozialverband oder zumindest einer lockeren Hundegruppe und ohne viel Menschenkontakt großgeworden. Diese Hunde profitieren sehr durch den Kontakt mit sicheren Artgenossen.

      Sei nett, berechenbar, verbringe Zeit mit ihr und habe Geduld. Das Vertrauen kommt dann in kleinen Schritten, aber es kann dauern.

      • Hallo Manuela,
        Danke für deine Antwort.
        Ja unsere Garten ist richtig abgesichert sie kommt nicht raus, und von Beobachtung wissen wir das sie nicht klettern kann.
        Sie rennt ganz selbstbewusst wenn sich unbeobachtet fühlt und löst sich auch. Problem ist sie nachhause zu holen. Wir rennen nicht hinterher nur warten bis sie kommt nur ist sehr mühsam weil dauert manchmal 2 Stunden. Mit lange Leine ist auch keine obtion weil sie Angst hat wenn sie hinterher schleift. Zu Hause rennt sie auch von uns weg wenn wir in bewegung sind.
        Kann man überhaupt so einem ängstlichen hund rückruf bei bringen? Ist mir auch bewusst das sie von andere hunde schneller lernen kann, nur haben wir leider kein Hund in Nachbarschaft was geeignet wäre.Wir haben auch 2 Katzen. Ich habe nur bedenken das sie nicht auf Dauer so bleibt wenn wir nichts machen. Wir überlegen auch noch eine hundin adoptieren wenn sich das in paar Monate nicht ändert nun bin mir auch nicht sicher ob das gute obtion wäre.
        Mit freundlichen Grüßen
        Margit.

  12. Hallo.
    Ich habe eine 2 jährige windhund nix dame. Sie hat große Angst vor spielenden Kindern, Fahrrad fahren, kommenden – gehenden Menschen. Sie möchte nur flüchten. Wie reagiere ich genau wenn sie so furchtbar zieht und weg möchte.
    LG
    Carmen

    • Hallo Carmen,

      zunächst solltest du ihr die Möglichkeit geben, auszuweichen und ihr den Abstand bieten, den sie braucht.
      Dann fängt man an, sie daran zu gewöhnen, zunächst im großen Abstand, sodass sie sie nur von Weitem sieht. Dabei ist es dann deine Aufgabe, die furchterregenden Dinge zu etwas Schönem zu machen, z. B. indem du dich freust, ihr etwas zu Fressen gibst, wenn sie in Richtung Menschen schaut oder irgendetwas mit ihr machst, was ihr gefällt. Wenn es bei ihr sehr schlimm ist, kann es auch sein, dass du nur wenige Sekunden Hinsehen von ihr erwarten kannst und sie am besten damit belohnst, indem du fröhlich den Abstand zu den Menschen noch weiter vergrößerst (Distanzvergrößerung als Belohnung). Es ist nicht einfach, so etwas allein mit seinem Hund zu üben, weil es dabei wirklich um Sekundenbruchteile geht. Ein gewaltfrei arbeitender Hundetrainer ist da eine gute Investition.

  13. Mein Hund hat seit ein paar Wochen plötzlich Angst beim Bus fahren. Auto fahren wird auch immer schlimmer. Dabei war immer alles easy. Es baut sich immer mehr auf. Was kann ich tun? Ich gebe ihm schon „Notfalltropfen“ von „Bachblüten“ . Hilft aber auch nicht besonders viel. Es ist schwer für mich, zu sehen wie sehr mein Kleiner leidet.

  14. Hallo , ich habe vor 3 Wochen eine ein jährige Hündin aus
    Aus Bulgarien bekommen , die erste Woche lag sie nur rum wollte keinen Schritt laufen , sie hat sich auch nur in der Wohnung gelöst , mittlerweile läuft sie draußen wirklich gut und macht auch draußen ihr Geschäft teilweise in der hintersten Gebüsch Ecke , sie läuft wirklich nur immer das gleiche Stück einwandfrei sobald ich weiter gehe zieht sie sich wieder in eine Ecke , in der Wohnung blüht sie rixhtig auf und spielt auch , draußen will sie weder spielen noch lekkerli annehmen , habt ihr einen Tipp wie ich sie weiter zum laufen bekomme

    • Hallo Annabell,

      hast du schon versucht, mit einem anderen Hund mit zu laufen? Das wäre etwas, was ich versuchen würde.

  15. Hallohalooo:) Wir haben jetzt seit Dezember einen kleinen Podenco, ca 3 Jahre und extrem ängstlich. Ursprünglich kommt er aus Spanien, wo er 2 Jahre im Tierheim verbracht hat… Im Vergleich zum Anfang ist er, vor allem zuhause, schon extrem aufgetaut!♡ Allerdings haben wir sonst nen ganzen Haufen Schwierigkeiten:))! Menschen, Kinder!! Geräusche, Fahrräder, Plakate…… wir arbeiten daran und es wird langsam besser aber in (für ihn) extremen Stress Situationen neigt er dazu Pippi zu machen oder zu Kacken.
    Über einen Tipp wie ich mit ihm zusammen daran arbeiten könnte wäre ich unglaublich dankbar!

    • Hallohalooo:) Wir haben jetzt seit Dezember einen kleinen Podenco, ca 3 Jahre und extrem ängstlich. Ursprünglich kommt er aus Spanien, wo er 2 Jahre im Tierheim verbracht hat… Im Vergleich zum Anfang ist er, vor allem zuhause, schon extrem aufgetaut!♡ Allerdings haben wir sonst nen ganzen Haufen Schwierigkeiten:))! Menschen, Kinder!! Geräusche, Fahrräder, Plakate…… wir arbeiten daran und es wird langsam besser aber in (für ihn) extremen Stress Situationen neigt er dazu Pippi zu machen oder zu Kacken.
      Über einen Tipp wie ich mit ihm zusammen daran arbeiten könnte wäre ich unglaublich dankbar!

  16. Hallo!

    Ich mache mir wirklich Gedanken um meine Hündin. Wir haben einen Setter Mix aus dem Tierschutz Italien. Sie hat panische Angst und verkriecht sich nur unter dem Bett. Wir wissen einfach nicht, was wir tun sollen. Wir setzen uns etwas weiter weg auf den Boden, und reden mit ihr, versuchen sie mit Hundeleberwurst rauszulocken und sprechen ihr immer Mut zu. Manchmal macht Sie das Schlafzimmer jedoch unsicher – aber auch nur wenn Sie sich wirklich alleine fühlt und in der Regel nur, um das Geschäft zu verrichten. Sie kommt immer nur raus zum Abendbrot und zum Frühstück. Dabei geben wir Ihr das Futter in kleinen Portionen und nicht auf einmal, während Sie vor dem Napf steht füllen wir immer ein klein wenig nach. Sobald es aber kein Futter mehr gibt, verschwindet Sie direkt wieder in ihren Rückzugsort unter dem Bett.

    Hast du ein paar Tipps für uns, wie wir Ihr Mut zusprechen und ihr zeigen, dass Sie keine Angst haben muss? Wir kennen die vorgeschichte des Hundes nicht, daher auch nicht den Angstauslöser von der kleinen Maus..

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