Hundeschuhe im Test: Wie Du mit Schuhen die empfindlichen Pfoten Deines Vierbeiners schützen kannst

Schuhe für den Hund – wie bitte? Falls Dir dieser oder ein ähnlicher Gedanke durch den Kopf geht, wenn Du die Überschrift dieses Artikels liest, bist Du damit sicher nicht allein. Die Meinungen über Hundeschuhe gehen auch unter Hundeliebhabern weit auseinander. Die einen halten sie für absolut überflüssig, die andere betrachten sie als praktisches Gadget für den Alltag. Auch ich stand Hundeschuhen anfangs skeptisch gegenüber, musste durch meine Erfahrungen als Hundehalter aber meine Meinung revidieren.

Mittlerweile bin ich der Auffassung, dass Hundeschuhe durchaus in etlichen Situationen praktisch für den Hund sein können. Sie schützen seine Pfötchen vor Hitze ebenso wie vor Kälte und bewahren ihn auf schwierigen Untergründen vor Verletzungen. Auch, wenn die Pfote vielleicht schon verletzt ist, helfen Hundeschuhe dabei, die Wunde trocken und sauber zu halten. Fest steht aber auch: Das Angebot an Hundeschuhen ist enorm und nicht jeder Schuh ist der richtige für Deinen Hund. Es gilt also, die Kaufentscheidung wohlüberlegt zu treffen.

Gerne habe ich aus diesem Grund für Dich einen umfangreichen Hundeschuhe Test durchgeführt. Lies hier, in welchen Fällen Hundeschuhe wirklich praktisch sind, welche verschiedenen Arten es laut meinem Vergleich gibt, worauf Du bei der Anschaffung achten solltest und wie Du Deinen Vierbeiner wie bei anderer Hundekleidung an das Schuhwerk gewöhnst. Ich bin mir sicher, gemeinsam finden wir die besten Hundeschuhe für Deinen tierischen Freund, um ihm den perfekten Pfotenschutz in schwierigen Situationen zu bieten.

Die besten Hundeschuhe im Vergleich

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ganze Jahr nutzbar
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Pawz
Pet Heroic
RUFFWEAR
Größe
XS - 3XL
XXS - XL
S - 5XL
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Materialien
Polyester
natürliches Gummi
Baumwolle
Netz-Material
pflegeleicht
Einsatzbereich
Verletzungen vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen
Outdoor, aber eher im Alltag
Indoor gegen kalte Pfoten und rutschige Flächen
Outdoor-Aktivitäten
11,06 EUR
18,35 EUR
10,99 EUR
55,99 EUR
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TRIXIE wasserabweisende Hundeschuhe "Pfotenschutz Walker Care, L, 2 St., schwarz"- 1958
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XS - 3XL
Materialien
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Größe
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S - 3XL
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Was sind Hundeschuhe?

Hundeschuhe sind – wie der Name schon sagt – speziell für Hunde gefertigte Schuhe. Sie wurden in erster Linie dafür entwickelt, die Hundepfote zu schützen, und sind dementsprechend als modisches Accessoire ungeeignet. Stattdessen erfüllen hochwertige Materialien wie Gummi, Leder oder Neopren vielfältige Schutzfunktionen bei Hitze oder Kälte.

Da nicht jeder Hundeschuh für jeden Hund infrage kommt, gibt es eine große Auswahl an Pfotenschuhen im Handel. Sie unterscheiden sich unter anderem durch das Material, die Größe, die Passform und die Verschlussart. Wichtig ist vor allem, Modelle zu finden, die perfekt zu Deinem Hund passen, damit er sie am Ende – nach einer gewissen Eingewöhnungszeit – dann auch wirklich gerne trägt, wann immer es notwendig ist.

Hundeschuhe

Einsatzbereiche: Wofür brauchen Hunde überhaupt Schuhe?

Wenn ein Hund auf Dich zuläuft, der Hundeschuhe trägt, magst Du das am Anfang vielleicht albern finden. Tatsächlich ist es schwierig, bei einem Vierbeiner, der gerade seine ersten tapsigen Laufversuche in dem neuen Schuhwerk unternimmt, nicht zu schmunzeln. Wenngleich manche Menschen auch die Augen verdrehen und Schuhe für den Hund als komplett unnütz abtun, erweisen sie sich doch in vielen Situationen als sinnvoll.

Klar: Dein Hund sollte natürlich so oft wie möglich ohne Schuhe laufen dürfen. Manchmal jedoch können Hundeschuhe die Pfoten vor Verunreinigungen und Verletzungen schützen. Bei harter Witterung drohen den Hundepfoten Verbrennungen oder Erfrierungen, sodass Pfotenschuhe hier eine sinnvolle Investition darstellen. Hat Dein Vierbeiner offene Wunden an den Pfoten oder eine Verletzung an der Kralle, kann ein Hundeschuh ebenfalls sehr praktisch sein und eine schnelle Wundheilung ermöglichen. Meiner Erfahrung nach erweisen sich Hundeschuhe vor allem in folgenden Situationen als empfehlenswert:

  • Wenn Du mit Deinem Hund über Strecken läufst, auf denen häufig Scherben, Stacheln, Grannen oder andere spitze Gefahrenquelle zu sehen sind. Nicht selten müssen Hunde an den Pfoten operiert werden, weil sie sich etwas eingetreten haben.
  • Bei Spaziergängen durch den Nadelwald empfindet der Hund nicht nur die untenliegenden Nadeln als unangenehm – es besteht auch die Gefahr, dass Baumharz an die Pfoten gelangt. Dieser ist für den Hund lästig und lässt sich oftmals tagelang nicht wieder von den Pfoten entfernen.
  • Im Winter bei Glatteis ist es nicht nur für uns Menschen glatt, auch Hunde können dann leicht ausrutschen und sich verletzen. Gerade ältere Tiere haben ein höheres Risiko für schwerwiegende Verletzungen, wobei jüngere Hunde generell unvorsichtiger und wilder sind, sodass sie bei Glatteis schnell ausrutschen.
  • Viele Hunde tragen auch im Urlaub lieber Hundeschuhe, sobald sie einmal daran gewöhnt sind. Dann müssen sie nicht durch den heißen Sand laufen und es drohen keine Verletzungen durch Splitter am Meer- oder Seeufer.
  • Wenn die Temperaturen im Sommer auf 30 Grad Celsius und höher klettern, sind Hundeschuhe sogar ein Muss. Der Asphalt erwärmt sich dann rasch auf Temperaturen von 70 Grad Celsius und mehr, sodass Verbrennungen an den Hundepfoten drohen. Entweder meidest Du Spaziergänge an solchen Tagen, oder Du bietest Deinem Hund mit dem passenden Schuhwerk Schutz.
  • Hat Dein Vierbeiner eine Krallen- oder Pfotenverletzung, sind Hundeschuhe oder Hundesocken praktisch. Damit verhinderst Du, dass Dein Vierbeiner an seiner offenen Wunde kratzt oder leckt. Auch Schmutz hat keine Chance, in die Wunde zu gelangen.
  • Im Winter setzt nicht nur die Kälte den Pfoten Deines Hundes zu, sondern auch das Streusalz. Sowohl auf den Straßen als auch auf privaten Grundstücken wird im Winter gerne gestreut. Streusalz greift die empfindlichen Pfotenballen leider stark an und führt zu Rissen und Schmerzen. Außerdem besteht die Gefahr dafür, dass sich Dein Hund das Streusalz nach dem Spaziergang von den Pfoten leckt, was gefährlich werden kann. Mit Hundeschuhen kannst Du das verhindern.
  • Auch andere Giftstoffe wie Benzin, Löschpulver von der Feuerwehr oder sonstige Chemikalien sollten lieber nicht an die Pfötchen Deiner Fellnase gelangen. Hier bieten Hundeschuhe, die Du am besten immer griffbereit mit Dir führst, eine gute Abhilfe.
  • Viele Diensthunde beim Zoll oder bei der Polizei tragen Hundeschuhe, damit sie auch auf glatten Oberflächen einen guten Grip haben und im Zweifelsfall schnell agieren können.
  • Sind die Krallen beim Krallenschneiden etwas zu kurz geraten, ziehst Du Deinem Hund am besten Hundeschuhe an. So vermeidest Du, dass beim Laufen der durchblutete Krallenteil im Inneren verletzt wird. Gerade auf harten Oberflächen wie Asphalt ist der Einsatz von Hundeschuhen dann sinnvoll.

Hund steht auf Pfoten

Welche Arten von Hundeschuhen gibt es laut meinem Test?

Man unterscheidet laut meinem Hundeschuhe Test die folgenden drei Varianten von Hundeschuhen, die jeweils ganz eigene Vorteile und Nachteile haben:

1. Feste Schuhe mit Sohle

Für Hunde werden feste Schuhe mit einer stabilen Sohle angeboten – ebenso, wie es sie auch für uns Menschen gibt. Diese Schuhe sind besonders vielseitig und robust. Die Sohle ist fest und schützt daher auch auf spitzen Untergründen wie Kies sehr gut. Der Schuh wird mit Schnürsenkeln, Klettverschluss oder Reißverschluss befestigt. Auch für heiße oder nasse Untergründe sind feste Hundeschuhe mit einer Sohle eine gute Wahl.

Wichtig ist, dass diese Hundeschuhe Deinem Vierbeiner optimal passen. Sie bestehen vorwiegend aus Polyurethan oder einem Mesh-Stoff. Diese Materialien sind nicht anpassbar, wie das etwa bei Baumwolle der Fall ist, welche oft für Hundesocken verwendet wird. Es gilt daher, die Pfoten Deines Hundes ordentlich auszumessen, bevor Du feste Hundeschuhe mit Sohle für ihn kaufst.

Vorteile:

  • rutschfeste Sohle
  • ideal für den Outdoor-Bereich
  • guter Schutz vor Verletzungen
  • hohe Stabilität

Nachteile:

  • meist längere Eingewöhnungszeit
  • können zu Druckstellen führen
  • teilweise schwitzen Hundepfoten in den Schuhen
  • müssen perfekt passen

2. Hundesocken als Hundeschuhe

Hundeschuhe, die in der klassischen Sockenform gehalten sind, bestehen aus einem elastischen und anschmiegsamen Stoff. Ideal sind diese Schuhe, um Wunden abzudecken. Oftmals werden die Hundesocken mit einem Gummizug fixiert. Teilweise haben die Hundesocken eine Antirutsch-Gummibeschichtung unten. Dann bekommt Dein Liebling einen besseren Halt auf glatten Böden.

Hundesocken sind vor allem für den Innenbereich gedacht, können an trockenen Tagen aber auch draußen getragen werden. Mit Nässe kommen diese Hundeschuhe jedoch nicht zurecht. Dafür sind die Hundesocken besonders atmungsaktiv.

Vorteile:

  • weich und anschmiegsam
  • elastisch
  • der Hund gewöhnt sich schnell daran
  • ideal für das Tragen daheim

Nachteile:

  • für draußen nicht die perfekte Wahl
  • nicht wasserabweisend oder wasserfest
  • kein guter Schutz vor spitzen Gegenständen
  • keine hohe Stabilität

3. Gummistiefel

Zu guter Letzt werden für Hunde auch sogenannte Gummistiefel angeboten, die komplett wasserdicht sind. Solche Schutzstiefel für Hunde sind keine festen Schuhe mit einer Gummisohle. Sie sehen optisch eher aus wie ein Luftballon. Vornehmlich werden sie aus Kautschuk hergestellt. Du stülpst den Gummistiefel über die Pfote, um sie vor Nässe und Feuchtigkeit zu bewahren.

Dadurch, dass diese Hundeschuhe wasserdicht sind, eignen sie sich perfekt, um bei Regen und Schnee vor Nässe zu schützen. Die Gummistiefel für Hunde sind besonders preiswert und werden teils auch als Einweg-Schuhe angeboten. Bei spitzen Untergründen bieten die Schuhe aber keinen Schutz und könnten hier auch schnell kaputtgehen, da das Material relativ dünn ist.

Vorteile:

  • werden von Hunden gut akzeptiert
  • rundum wasserfest
  • für drinnen und draußen gleichermaßen geeignet

Nachteile:

  • können den Hund einengen
  • das Material ist relativ dünn und reißt schnell
  • kann auf glatten Untergründen rutschig sein

Hundepfote

Vorteile und Nachteile von Hundeschuhen

Sollst Du Hundeschuhe für Deinen Vierbeiner kaufen oder nicht? Diese Frage lässt sich natürlich nicht so einfach beantworten, deshalb gilt es, die Vorteile und Nachteile abzuwägen. Nachdem ich für meinen Hundeschuhe Test umfassende Recherchen durchgeführt habe, sind mir viele Pluspunkte aufgefallen – viel mehr, als ich ursprünglich gedacht hätte, bevor ich mich mit diesem Thema beschäftigt habe:

  • bietet empfindlichen Pfoten Schutz auf unwegsamem Gelände
  • mehr Grip auf glatten Untergründen
  • ideal bei Wunden, Verletzungen oder nach Operationen
  • bewahrt die Pfoten vor Kälte, Nässe, Matsch und Streusalz
  • optimaler Schutz vor Hitze auch an heißen Sommertagen

Nachteile sind mir im Hundeschuhe Vergleich natürlich auch einige aufgefallen:

  • Hundeschuhe werden häufig von Vierbeinern nicht gut akzeptiert
  • langwierige Eingewöhnungsphase notwendig, die viel Zeit erfordert
  • oft brauchst Du mehrere Hundeschuhe für verschiedene Einsatzbereiche
  • der Hund könnte an den Pfoten schwitzen
  • es ist schwer, die passende Größe auszuwählen

Du siehst also: Es gilt, das Pro und Contra sorgfältig abzuwägen, wenn Du Dir unsicher bist, ob Dein Liebling Hundeschuhe benötigt oder nicht.

Hundepfoten ohne Hundeschuhe

Kaufkriterien: Worauf Du achten solltest, wenn Du Hundeschuhe kaufen willst

Die Auswahl an Hundeschuhen im Handel ist enorm. Da fällt es natürlich schwer, den besten Hundeschuh für Deine Fellnase auszusuchen. Aber kein Problem! Ich habe in meinem Hundeschuhe Test unzählige Modelle miteinander verglichen und weiß daher genau, welche Kaufkriterien bei der Anschaffung eine Rolle spielen. Lies einfach die nächsten Abschnitte und lass Dir bei Deiner Kaufentscheidung von mir unter die Arme greifen.

Größe und Passform

Hundeschuhe gibt es für wirklich jede Hunderasse im Handel zu erwerben. Es ist also egal, welcher Rasse Dein Vierbeiner angehört und wie groß er ist, Du solltest definitiv die passenden Schuhe finden. Wichtig ist natürlich, dass die Schuhe zur Pfotengröße passen. Sind die Hundeschuhe zu groß, können sie reiben und abrutschen. Zu kleine Modelle hinterlassen schmerzhafte Druckstellen und engen den Hund in seiner Bewegungsfreiheit ein. Um die perfekte Passform und Größe für die Schuhe zu bestimmen, gehst Du am besten wie folgt vor:

    1. Stelle Deinen Vierbeiner auf ein weißes Blatt Papier.
    2. Zeichne den Umriss der Hundepfote nach.
    3. Danach misst Du die längste und die breiteste Stelle des Umrisses.
    4. Fahre so mit allen vier Pfoten fort.
    5. Vergleiche die am größten gemessenen Werte für die Länge und die Breite mit der Größentabelle des Herstellers.

Als Faustregel gilt: Bei einer Länge  zwischen 5 und 7,5 Zentimetern und einer Breite von 5 bis 6,5 Zentimetern passt meist die Größe S. Für Längen von 11,5 bis 13,5 und Breiten von 7,5 bis 8,5 Zentimetern sollte es hingegen eine L sein. Alles dazwischen liegt im Bereich der Größe M.

Achte beim Anprobieren darauf, dass der Hundeschuh unterhalb der Wolfskralle endet, falls Dein Hund eine solche besitzt. Andernfalls könnte die Kralle gereizt werden. Ideal sind natürlich Modelle mit Klettverschluss oder Schnürung, denn dann kannst Du die Passform noch einmal individuell anpassen. Bei Reißverschlüssen oder Gummizügen ist das nicht ganz so problemlos möglich.

Materialien

Die Hundeschuhe müssen aus hochwertigen, robusten und atmungsaktiven Materialien bestehen. Dabei ist es egal, ob Du Dich für Sockenschuhe oder für Schuhe mit einer festen Sohle entscheidest. Nur, wenn eine ausreichende Atmungsaktivität gegeben ist, eignet sich das Schuhwerk für den Hund. Denn: Hunde schwitzen über ihren Pfotenballen. Wären die Schuhe nicht atmungsaktiv, könnte das zu einem Hitzestau und einer Überhitzung des Hundes führen.

Sockenähnliche Hundeschuhe sind meistens besonders atmungsaktiv, da sie aus einem Baumwollgemisch bestehen. Demzufolge bieten sie auch einen hohen Tragekomfort. Für Hundeschuhe, die eine feste Sohle haben, werden hingegen andere Materialien wie Neopren, Nylon oder Mesh-Gewebe eingesetzt.

Die Sohle besteht aus Leder, Naturkautschuk oder Gummi. So bietet Ruff Wear bei den „Grip Trex“ zum Beispiel eine eigens entwickelte Vibram Profil-Sohle, die besonders robust und widerstandsfähig ist. Feste Hundestiefel werden in der Regel aus Kautschuk gefestigt, um den Vorder- und Hinterpfoten einen zuverlässigen Schutz vor Nässe und Schmutz zu bieten. Welche Materialien für die einzelnen Bestandteile der Schuhe zum Einsatz kommen, kannst Du folgender Tabelle entnehmen:

Element des Schuhs

Material

Sohle

  • Reifengummi
  • Thermoplastische Elastomere (TPR)
  • Vinyl
  • Gumminoppen bei Hundesocken
  • Leder
  • Naturkautschuk

Innenfutter

  • Neopren
  • Fleece
  • Baumwolle

Obermaterial und Nähte

  • Neopren
  • Nylon
  • Polyester (Mesh)
  • Leder
  • Fleece

Wenn Du es genau wissen möchtest, solltest Du die Herstellerangaben der Pfotenschuhe genauer unter die Lupe nehmen. Dort findest Du ausführliche Informationen darüber, aus welchen Materialien die Hundeschuhe bestehen.

Verschluss

In der Regel werden Hundeschuhe mit Klettverschluss verschlossen. Es gibt aber auch Varianten mit Schnürsenkeln, bei denen das Schließen dann natürlich etwas kniffeliger ist. Ebenso sind Modelle mit Gummizug oder mit verstellbaren Riemen im Handel erhältlich. Vergleiche gerne verschiedene Varianten und finde die Verschlussart, die am besten zu Dir und Deinem Vierbeiner passt.

Sicherheit

Viele Hundebesitzer entscheiden sich für Hundeschuhe, damit der Vierbeiner auf glatten oder gefährlichen Untergründen eine höhere Sicherheit genießt. Dementsprechend sollten die Schuhe natürlich auch eine hohe Sicherheit bieten.

Viele Schuhe haben eine gummierte Unterseite oder Gumminoppen, um auf glatten Böden Halt zu bieten. Für den Sommer eignet sich eine Sohle, die aus atmungsaktivem Leder besteht und ebenfalls eine gute Anti-Rutsch-Haftung mitbringt. Weiterhin sind reflektierende Einsätze und Nähte von Vorteil, damit Dein Vierbeiner im Straßenverkehr gut gesehen wird – gerade, wenn Du bei schlechter Witterung und in der Dämmerung oder gar im Dunkeln spazieren gehst.

Einsatzbereich

Letztlich spielt für Deine Auswahl natürlich auch die Frage, wofür Du die Hundeschuhe verwenden möchtest, eine wichtige Rolle. Die Pfotenschuhe werden nicht als modisches Accessoire angezogen, sondern sollen empfindlichen oder bereits verletzten Pfoten einen Schutz bieten. Dennoch müssen Schuhe, die im Winter vor Kälte, Schnee und Streusalz schützen sollen, natürlich anders beschaffen sein als Schuhe, die die Hundepfote vor dem heißen Asphalt bewahren müssen.

Erstere müssen beispielsweise wasserfest sein, letztere hingegen sollten auch hohe Temperatur aushalten, aber dennoch atmungsaktiv sein, da Vierbeiner über ihre Ballen schwitzen. Überlege Dir daher vor der Anschaffung, in welchen Situationen Du Deiner Fellnase die Hundeschuhe anziehen möchtest, um das perfekte Modell zu wählen.

Hundeschuhe für Hunde

Markenüberblick: Diese Hersteller produzieren hochwertige Hundeschuhe laut Test

In meinem Hundeschuhe Test sind mir viele verschiedene Marken ins Auge gestochen, die mit ihren Pfotenschuhen immer wieder gut in Vergleichen und auch bei den Käufern abschneiden. Empfehlen kann ich meiner Erfahrung nach vor allem die Hundeschuhe der folgenden Hersteller:

Auf der Suche nach Hundeschuhen wirst Du im lokalen Handel teils ganz gut fündig. So gibt es beispielsweise im Tierfachbedarf wie Fressnapf in der Regel ein paar Pfotenschuhe. Die Auswahl ist häufig aber relativ eingeschränkt. Das Anprobieren gestaltet sich im Laden vor Ort ebenfalls nicht immer so einfach, da viele Hunde in der ungewohnten Umgebung überhaupt keine Lust haben, sich Schuhe anziehen zu lassen.

Daher empfehle ich Dir bei Hundeschuhen eher den Online-Kauf. Die Auswahl ist größer, Du kannst in Ruhe die Testberichte und Käuferbewertungen lesen und hast die Möglichkeit, die Pfotenschuhe daheim in der vertrauten Umgebung mit Deinem Vierbeiner anzuprobieren.

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Pawz
Pet Heroic
RUFFWEAR
Größe
XS - 3XL
XXS - XL
S - 5XL
S - 3XL
Materialien
Polyester
natürliches Gummi
Baumwolle
Netz-Material
pflegeleicht
Einsatzbereich
Verletzungen vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen
Outdoor, aber eher im Alltag
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Outdoor-Aktivitäten
11,06 EUR
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Größe
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Tipps zur Gewöhnung der Hundeschuhe

Als Hundehalter stellst Du Dir sicher die Frage, wie Du Deinen Vierbeiner am besten an die neuen Schuhe oder Socken gewöhnst. Tatsächlich ist das nicht so einfach, denn die meisten Fellnasen empfinden das Schuhwerk am Anfang erstmal als lästig. Das kann so weit führen, dass Dein Liebling keine Lust hat, überhaupt einen Schritt zu gehen. Du benötigst also eine Menge Geduld und Einfühlungsvermögen, um Deinen tierischen Freund an das neue Kleidungsstück zu gewöhnen.

Du kennst Deinen Hund natürlich am besten und weißt daher, wie vorsichtig Du beim Gewöhnen der Hundeschuhe vorgehen solltest. Hat Dein Vierbeiner generell ein ängstliches Naturell – vor allem, wenn es um etwas Neues geht? Dann lege die Hundeschuhe oder Hundesocken erstmal vor ihm auf den Boden. Anschließend kann Dein Hund sich selbstständig nähern und die ungewohnten Gegenstände erstmal beschnuppern und in seinem eigenen Tempo untersuchen.

Sobald Du die Hundeschuhe das erste Mal anziehen möchtest, halte ein paar Belohnungen in Form von Leckerlis bereit. Nimm die Vorderpfote Deines Hundes vorsichtig nach oben und ziehe den Hundeschuh erstmal lose an. Belohne Deinen Hund. Klappt das gut, kannst Du den Schuh langsam verschließen und Deinen Liebling erneut belohnen.

Wenn Dein Hund seinen ersten Schuh anhat, hältst Du am besten erstmal inne. Tritt einen Schritt zurück und lobe Deinen Hund. Rufe ihn dann zu Dir, damit Dein Hund seine ersten Schritte mit dem neuen Schuhwerk geht. Klappt das, wird der Hund wieder viel gelobt und mit einem schmackhaften Leckerli belohnt. Will der Hund noch nicht mit dem Schuh laufen, lass ihn erstmal eine Weile sitzen oder liegen. Danach ziehst Du den Schuh wieder aus.

Am nächsten Tag fährst Du mit dem Training fort. Früher oder später lässt sich so jeder Hund an die Hundeschuhe gewöhnen und wird bald seine ersten Schritte damit machen. Nachdem das erledigt ist, kannst Du Deinem Vierbeiner auch an den anderen Pfoten die Schuhe anziehen. Bewegt sich Dein Hund dann in der Wohnung schon frei mit den Hundeschuhen, steht der erste Spaziergang im Freien an. Viele Hunde vergessen, wenn sie draußen sind, ohnehin relativ schnell, dass sich an ihren Pfoten etwas anders anfühlt als sonst.

Hund ohne Hundeschuhe

Fazit: Hundeschuhe als praktischer Pfotenschutz

Bei der Frage, ob ein Hund Pfotenschuhe tragen sollte oder nicht, gehen die Meinungen der Hundebesitzer natürlich auseinander. Nachdem ich viele verschiedene Modelle im Hinblick auf ihre Funktionalität und Passform getestet habe, kann ich aber klar feststellen, dass sie definitiv in vielen Situationen hilfreich sein können. So eignen sie sich für sehr heißes Wetter, wenn Dein Hund sich leicht Verbrennungen an den Pfotenballen zuziehen könnte, aber auch für sehr kalte Wintertage, an denen überall viel Streusalz liegt. Die meisten Hundeschuhe sind wasserabweisend und bewahren die empfindlichen Hundepfoten hervorragend vor Schmutz, Dreck und Verletzungen.

Natürlich eignet sich nicht jeder Schuh für jeden Hund gleichermaßen gut. Es gilt daher, die besten Hundeschuhe für Deine Fellnase auszusuchen, was Dir mit meinem großen Test aber sicher gelingen sollte. Achte diesbezüglich vor allem auf die perfekte Passform, damit die Hundeschuhe letztlich gut sitzen. Und auch beim Gewöhnen der Hundeschuhe solltest Du mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen und nicht gleich verzagen, wenn Dein Vierbeiner die Schuhe nicht sofort akzeptiert. Alles in allem würde ich sagen, dass es nicht schaden kann, wenigstens ein Paar Hundeschuhe für den Sommer und ein Paar für den Winter bereitzuhalten, damit Du und Dein Vierbeiner für alle Eventualitäten bestens gerüstet seid.

Ich bin Olaf, Anfang 50 und blogge gerne rund um das Thema Hund. Unser weißer Schäferhund Charly kam als Welpe zu uns in die Familie. Mit unseren 5 Kindern und weiteren Haustieren ist immer viel Bewegung in der Familie. Charly begleitet uns auch immer beim Camping oder der Arbeit. Es gibt also viel aus dem Hundealltag zu berichten.