Chihuahuas – Vom Promihund zum Tierarztstammkunden

Chihuahuas (Chiwawas, Schiwawas) haben sämtliche Modertrends der Hundeszene gesprengt. Kaum einem Hund wurde es so zum Verhängnis, dass jemand Promintentes ihn als Accessoire Haustier hält.
Chihuahuas gehören neben den Möpsen und den Bulldoggen zu den Rassen, mit denen am meisten Schindluder betrieben wird. Und die von allen Hunderassen am kränkesten sind.
Doch das Los der Chihuahuas wiegt noch etwas schwerer, denn nur wenige von ihnen dürfen leben wie ein Hund.

Geschichte der Chihuahuas

Chihuahuas wurden nach der größten mexikanischen Provinz benannt. Ihre Vorfahren waren vermutlich die als heilig geltenden Hunde der Tolteken und Azteken. Sie dienten früher als Opfergaben und waren beliebte Delikatesse.

Häufig wird behauptet, sie seien bereits mit den Wikingern per Schiff in die neue Welt gelangt. Wahrscheinlicher ist jedoch die Verbreitung durch portugiesische Seefahrer und ihre Verwandtschaft mit dem Podengo Pequeno.

Wesen des Chihuahuas

Ein echter Chihuahua ist ein kleiner, aber selbstbewusster Hund, der sich auch gegenüber großen Artgenossen behaupten kann. Nervosität und Scheuheit kommen nur als Folge schlechter Gene und mangelhafter Sozialisierung vor. Oder aber dann, wenn der Zwerg mehr Zeit in der Handtasche als auf dem Boden verbringt.

Typisch für Chihuahuas ist ihre Wachsamkeit. Es gibt kaum einen Hund dieser Rasse, der nicht regelrecht ausrastet, wenn es an der Tür klingelt. Hier ist konsequente Erziehung Pflicht, denn schnell generalisiert sich dieses Verhalten und die Hunde zeigen es nicht selten auch draußen bei entgegenkommenden Menschen und Hunden.

Für Familien ist er nur bedingt geeignet. Viele Chihuahuas schließen sich ihrer Bezugsperson sehr eng an und beschützen diese eifersüchtig.
Ihr manchmal fast dreistes Verhalten macht es notwendig, dass alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen, was selten der Fall ist.
Dazu kommt, dass er aufgrund seiner Größe und Krankheitsanfälligkeit nur bedingt für Familien mit Kindern geeignet ist.

Die neugierigen Hunde sind sehr lernwillig. Beim Clickertraining sind sie mit großer Begeisterung dabei und auch, wenn es ihnen viele nicht zutrauen, zeigen sie doch großes Talent bei Mantrailing, ZOS, Rettungshundearbeit u.ä. Diese leichte Erziehbarkeit hat den Nachteil, dass sie auch leicht verziehbar sind. Unerwünschte Verhaltensweisen schleichen sich in bemerkenswert kurzer Zeit ein.

Besonderheiten der Chihuahua-Pflege

Bei nasskaltem Wetter ist bei einigen Chihuahuas ein Mantel angebracht. Das hat nichts mit Vermenschlichung zu tun. Aufgrund ihrer Bodennähe haben besonders die kurzhaarigen Chihuahuas Probleme, ihre Körpertemperatur aufrecht zu halten. Überhaupt mögen sie es gern warm. Ein Kuschelkorb, in den sie sich richtig einmummeln können ist Pflicht. Alternativ darf es auch ein Artgenosse sein oder der Mensch, dessen Bett eine ganz besondere Anziehungskraft auf diese Hunde ausübt.

Sie benötigen keine übermäßige Fellpflege. Langhaarchihuahuas solltet ihr natürlich regelmäßig kämmen und darauf achten, dass das Fell hinter den Ohren, unter den Achseln und an den Innenseiten der Hinterbeine nicht verfilzt. Kurzhaarchihuahuas haaren meist stärker, sodass bei ihnen regelmäßig die abgestorbenen Haare ausgebürstet werden sollten.

Chihuahua-Augen sind häufig etwas empfindlich. Das liegt daran, dass sie etwas hervorstehen und noch dazu so dicht am Boden vermehrt durch Verschmutzungen gereizt werden. Viele Chihuahuas leiden deshalb unter ständigem Augenausfluss und regelmäßigen Bindehautentzündungen.

Manche Chihuahuas zeigen häufig starkes Zittern. Das ist in den meisten Fällen kein Krankheitsanzeichen. In der Regel ist es eine Maßnahme des Körpers durch Zusammenziehen der Muskulatur die Körpertemperatur zu erhöhen. Doch auch bei Erregung, Stress und Angst zeigen Chihuahuas dieses Zittern. Wenn es allerdings im Ruheverhalten auftritt, solltet ihr abklären lassen, ob doch eine Krankheit dahintersteckt.

Im Alter von 4-7 Monaten solltet ihr besonderen Augenmerk auf die Zähne legen. Bei kleinen Hunderassen kommt es oft zu Problemen beim Zahnwechsel, weil die Milchzähne nicht herausfallen.

Natürlich Geburten sind bei Chihuahuas kaum noch möglich. Da die Welpenköpfe viel zu groß sind ist ein Kaiserschnitt notwendig.

Gesundheitliche Probleme beim Chihuahua

Chihuahuas haben oft eine offene Schädeldecke, die leider zu den Rassemerkmalen gehört. An dieser Stelle ist das Gehirn nicht durch den Schädelknochen geschützt. Auch wenn nur eine kleine Fontanelle zulässig ist, kann ein Stoß oder eine Verletzung an genau dieser Stelle unter Umständen tödlich enden. Besonders im ersten halben Jahr muss man hier vorsichtig sein.

Chihuahuas gehören zu den brachyzephalen (kurzschnäuzigen) Hunderassen. Dieser Hundetyp wurde dem Menschen zuliebe auf ein Kindchenschema getrimmt. Dies hat einige anatomische Veränderung zur Folge. Diese werden als Brachycephales Syndrom bezeichnet, was nichts anderes als eine Schädeldeformation ist.
Folgen sind eine Verengung der Nasenlöcher und oberen Atemwege, die zu Atemproblemen und vor allem zu Problemen bei der Thermoregulation führen. Die betroffenen Hunde kollabieren bei Hitze viel eher als andere.

Weitere Probleme sind Nasenmuschelwucherungen und ein verlängerter Gaumensegel, welcher ein Rückwärtsniesen verursacht, das in einigen Fällen zu Erstickungsanfällen führt. Auch das Narkoserisiko ist bei den Chihuahuas stark erhöht.

Eine weitere Folge des Brachycephalen Syndroms ist die Tracheahyoplasie. Eine Knorpelschwäche der Luftröhre verursacht den Tracheakollaps – ein Zusammenklappen der Luftröhre, das zu Atemnot führt. Es ist deshalb besonders bei alten Chihuahuas wichtig, Übergewicht zu vermeiden. Ein Brustgeschirr ist dem Halsband unbedingt vorzuziehen.

Wie bei vielen anderen kleinen Hunderassen leiden auch Chihuahuas häufig an der Patella Luxation (Verrenkung der Kniescheibe). Hierbei springt die Kniescheibe aus der Führungsrinne des Kniegelenks. Manchmal hat dies Schmerzen und Lahmheit zur Folge. Bei vielen Hunden ist es aber so, dass sie nur einige Meter auf drei Beinen hüpfen, die Kniescheibe dann wieder zurückrutscht und sie anschließend wieder normal weiterlaufen. Eine Operation ist nur nötig, wenn es dem Hund Probleme bereitet.

Recht häufig kommt bei Chihuahuas auch die Mitralklappeninsuffizienz vor. Das ist ein Herzklappenfehler, der zu einem Rückfluss des Blutes von der linken Herzkammer in den linken Vorhof führt. Diese Erkrankung wird meist erst sehr spät erkannt, wenn das Herz schon vergrößert ist. Besonders bei Hunden ab 8 Jahren ist es wichtig auf vermehrtes Hecheln, Husten und zunehmenden Konditionsverlust zu achten, um rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen. Dann können die betroffenen Hunde genauso alt werden wie ihre gesunden Artgenossen.

Eine angeborene Taubheit aufgrund des Merle-Faktors kann ebenfalls vorkommen. Dieses ist keine typische Chihuahuakrankheit. Da aber auch bei dieser Rasse die Farben Blue Merle und Red Merle vorkommen, ist sie nicht auszuschließen. Vor allem bei einer Kreuzung zweier Hunde mit diesem Gendefekt können die Welpen taub zur Welt kommen.

Die PRA (Progressive Retina Atrophie) führt zu einem Verlust der Sehsinneszellen, die sich auf der Netzhaut befinden. Diese vererbbare und fortschreitende Erkrankung verursacht zunächst Nachtblindheit, später Grauen Star mit vollständiger Erblindung.

Bei der Legg-Calvé-Perthes-Krankheit (Morbus Perthes) führt eine Nekrose des Oberschenkelkopfes zur Zerbröselung von Knochen und Knorpeln des Hüftgelenks. Folgen sind schwere Arthrose. Betroffene Hunde humpeln, laufen ungleichmäßig oder zeigen (einseitigen) Muskelschwund an den Oberschenkeln. Diese Gelenkserkrankung tritt in der Regel bereits im ersten Lebensjahr auf.

Finger weg von Teacup Chihuahuas

Zu den Teacup-Chihuahuas gehören Chihuahuas mit einem Gewicht unter 2 kg. In der Regel wiegen Sie ausgewachsen ca. 1kg.

Sehr viele von ihnen leiden an einer ständigen Unterzuckerung, die ein besonderes Fütterungsmanagement seitens des Halters erfordert. Die Hunde können jederzeit umkippen und ins Koma fallen. Die wenigsten werden älter als 4 Jahre.

Der Wasserkopf (Hydrokephalus) ist die Folge eines Defekts der Flüssigkeitsresorption im Gehirn. Viele betroffene Welpen sterben bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt. Diese Krankheit erkennt man bei Welpen daran, dass die noch weichen Schädelplatten auseinandergedrückt werden oder das Gehirn an einer evtl. vorhandenen Fontanelle herausquillt. Diese Krankheit ist nicht heilbar und kommt eher bei Teacups als bei Normalgroßen vor.

Besonders die Teacup-Chihuahuas haben mit Narkoseproblemen zu kämpfen. Dazu kommt, dass einige Organe (Leber, Niere,…) oftmals nicht einwandfrei arbeiten. Sie reagieren häufig empfindlicher auf Medikamente und können (nicht nur) bei unsachgemäßer Dosierung eine Medikamentenvergiftung erleiden.

Teacup-Chihuahuas sind ganz klar eine Qualzucht. Offiziell gibt es diese Rasse allerdings nicht.
Es gibt dennoch unseriöse Züchter bzw. Vermehrer, die versuchen, möglichst kleine Hunde zu produzieren. Sie züchten einfach immer mit den Mickrigsten eines Wurfes weiter. Deren Werbestrategie entstammt der Name dieser Hunde.

Noch häufiger werden aber normale Chihuahuas unter diesem Namen angeboten und die Käufer so über den Tisch gezogen. Chihuahua Welpen sind alle sehr winzig und werden teilweise noch früher von ihrer Mutter getrennt, damit sie zum Verkaufszeitpunkt noch kleiner sind.

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15 Kommentare

  1. Wenn man diesen Text liest bekommt man Angst sich einen Chihuahua zu kaufen. Für mich liest es sich so als ob der Verfasser diese Rasse nicht mag. Ich selber habe zwei Chihuahuas und kann dem ganzen nicht wirklich folgen. Meine zwei sind ganz normale Hunde nur halt klein. Ich hatte vorher Mischlinge, die als sehr robust gelten, gehabt. Mit denen war ich häufiger beim Tierarzt wie jetzt mut meinen zwei Chihuahuas! Eine offene Fontanelle hat keiner meiner beiden, da diese zuwächst genau wie bei uns Menschen auch. Dieses Rückwätsniesen gibt es laut meinem Tierarzt bei einigen Rassen und nicht nur bei Chihuahuas! Auch das Herzproblem hat nichts mit der Rasse zu tun! Ich könnte noch lange so weiter schreiben, ich bin einfach nur enttäuscht das hier alles als Rassetypisch geschrieben wird obwohl es nicht so ist. Für mich wurde dieser Rasse ein Stempel aufgedrückt der nicht der Realität entspricht.

    • Sie müssen das nicht auf ihre beiden Chihuahuas beziehen. Die Verfasserin des Textes macht lediglich auf unseriöse Züchter und Züchtungen aufmerksam. bei unkontrollierten Vermehren nur aus Geldgier, dann sind die Fakten die leider zutreffen.
      So ist es wenn der Hund nur noch als Profit zählt und nicht mehr als Lebewesen.
      Ich selbst kenne einige Leute mit Chihuahuas, die kerngesund sind. Und nicht verhätschelt. Nicht mit Tasche und so sonder wie normale Hunde behandelt werden. Und die Kleinen Kerlchen sind echt aktiv und bewegungsfreudig.
      Und dann kenne ich noch Leute die ihre Chihuahuas in Taschen tragen, verwöhnen und so weiter.
      Aber das sollte jeder selbst wissen.

      • Behandel meinen Chihuahua wie einen normalen Hund. Doch durch seine Körpergröße ist es leider unvermeidbar in ab und zu in eine für Hunde geeignete Tasche zu tragen. Da mein chi auch mein Begleiter ist und überall dabei sein möchte. Und wenn es mal zum shoppen oder Weihnachtsmarkt usw……. geht ist das die bessere Lösung bevor er nur getreten wird. Sie findet es toll solange sie alles sehen kann.
        Ansonsten ist es ein ganz normaler Hund in Kleinformat. Also wer einen Chihuahua haben möchte sollte sich von den ganzen Vorurteilen nicht abschrecken lassen. Wenn sie gut erzogen sind machen sie auch kein Ärger. Genauso wie bei große Hunde auch kommt es nur auf die Erziehung an.
        Dauergast beim Tierarzt sind sie auch nicht die kleinen robusten Kerlchen.
        Und beschützen macht jeder Hund , ein Chihuahua nur eben etwas mehr da sie ihre Halter eben über alles lieben. Das heißt aber nicht das sie alles und jeden als Bedrohung sehen ist wie bei allen Hunden Situationsbedingt. So mehr möchte ich dazu nicht mehr sagen und wünsche jedem der sich für diese Hunderasse entscheidet viel Spaß mit eurem Chihuahua.

  2. Da kann ich mich nur anschließen. Beim Lesen des Artikels über den Chihuahua habe ich nur gedacht, das kann doch nicht wahr sein. So viel negatives. Es las sich so, als habe die Schreiberin eine Abneigung gegen diese Rasse. Sicherlich, das mit den Teacups ist wirklich eine Qualzucht, man sollte mit diesen Winzlingen nicht züchten! Da wird jeder zu klein geratene Chihuahua als Teacup angepriesen, um dann richtig viel Geld zu kassieren. Schlimme, profitgierige Leute tummeln sich da, die einem erzählen wollen, wie toll diese Minizüchtungen doch sind. Alles Blödsinn!! Sowas sollte nicht unterstützt werden, in dem nach immer kleineren Hunden gesucht wird!!!
    Aber normal große Chihuahuas, ich habe selber 2, sind tolle Hunde. Frech, mutig, wachsam, schlau, freundlich und super lieb. Man kann und sollte diese kleinen Hunde aber als vollwertigen Hund behandeln, denn das möchte er sein.
    Spielen, toben, spazieren gehen und entdecken. Herumtragen in einer Tasche, verhätscheln und vor allem beschützen, sofort auf den Arm nehmen, macht ihn irre.
    Dann hat man einen kleinen, verzogenen, verwöhnten, kläffenden, dominanten, ängstilichen und/oder sogar bissigen Hund, der zu bedauern ist, weil er nichts mit seiner Umwelt anfangen kann. Denn er durfte sie nie richtig entdecken und wurde auch einfach nicht richtig erzogen.
    Der Mensch macht den Fehler wie bei anderen Hunderassen auch.
    Der Chihuahua ist ein toller Hund. Meine beiden sind jetzt 5 Jahre alt, und waren noch nie krank!
    Sie sind überhaupt nicht anfällig, sondern sehr robust.

  3. Michaela Juckel

    Ich habe selbst 4 Chihuahuas u. Habe mit dieser Rasse seit knapp16 Jahren jetzt Erfahrungen sammeln können.
    Mein ältester Kurzhaar ist fast 13 Jahre alt. Er ist mein Traumland. Bis auf die sogenannte Pattellaluxation u. schlechte Zähne, hat er mir gesundheitlich keine Probleme gemacht. Die Platte ist bis heute nicht behandlungsbedürftiges.
    Der Rest des Rudel ist zwischen 8 u. 11 Jahre alt.
    Der Artikel entspricht voll der Wahrheit. Ich habe 2 Kandidaten dabei mit erschwerten Nasen Atmung.
    1 leidet unter Epilepsie. Der Kleinste ist mit seinen 1500 g besonders empfindlich, obwohl er noch kein Teacup ist.
    Mein 11 jähriger Langhaarige bekommt extrem schlecht Luft seit der Kastration, das Bindegewebe ist sehr schwach geworden, was sich besonders am Atmungsaparat negativ bemerkbar macht.
    Ich hoffe, das man durch eine Endoskopie herausfindet, wo genau sein Problem liegt u.das der TAGE noch helfen kann. Leider wird seine Lunge u.das Herz es nicht mehr lange sonst aushalten.
    Letztendlich habe ich von 4 Chris, doch 2 gesundheitlich , sehr eingeschränkte Hunde.
    Eihnen guten Chi Züchter zu finden, ist wie eine Stecknadel im Heuhaufen.
    Die meisten darunter sind Verehrer. Selbst von anerkannten Zuchtvereinen, traurig aber wahr.

    Meine Hunde waren bis zum 9. Lebensjahr recht gesund, danach bin ich immer öfter beim TA.TERMIN.
    Der verdient sehr gut an dieser Rasse ab einem bestimmten Alter.

  4. Bin seit einem Jahr mit meinem chihuaua beim doc,, er zieht furchtbar nach Luft,, der doc hat festgestellt dass er es am Herzen hat u, Wasser in der Lunge,, er bekommt Wasser u, herztabletten,, aber wenn er aufgeregt ist zieht er furchterregend nach Luft,, ich nehm ihn dann auf den Armu, massiere ihn,, dann geht’s langsam besser,,

  5. Brunner Manuela

    Wir haben seit 16 Jahren einen Kurzhaarchihuahua und ich kann über o.g. Bericht nur fassungslos den Kopf schütteln, in dem Bericht wird der CHI als minderwertiges Modehündchen beschrieben, der schlecht erziehbar ist , launisch und mit allen möglichen Krankheiten versehen, dar gestellt wird.Dem kann ich gegenüber nur energisch widersprechen! Ein CHI ist, wie jeder andere Hund auch, ein liebenswertes Wesen, das natürlich seine konsequente Erziehung braucht, damit er einem nicht auf der Nase rum tanzt. Er ist gelehrig, geschickt,gesellig, tobt genauso gerne über Wiesen und Felder und powert sich aus. Sie kann mit kleinen Kindern ebenso gut wie mit älteren Herrschaften, natürlich sollte man das Spiel mit kleinen Kindern beobachten, denn wie man weiß, können kleinere Kinder oft nicht abschätzen, mit wieviel Kraft sie an so einem kleinen, dünnen Hundebeinchen anziehen und so ein kleines Knöchelchen ist schnell und leicht gebrochen. Wenn die Rahmenbedingungen für den CHI ideal sind, hat er durchaus das Potential, wie ein „großer „ Hund zu agieren, wie gesagt unsere Gismo wird jetzt am 30. 5.2020 mittlerweile 16 Jahre alt und sie war ganz selten krank, weswegen wir dann mit ihr zum TA hätten müssen, ab und an mal eine Zahnreinigung, 2 oder 3 mal einen Novovirus.Seit sie 10 Jahre ist, wurde ein etwas vergrößertes Herz festgestellt, das lassen wir einmal jährlich von einem Tierkardiologen überprüfen, ob sich etwas verschlechtert hat, was aber bis jetzt nicht der Fall ist, sie muss nicht einmal Medis dafür nehmen, sie ist geistig und körperlich fit, sie läuft noch jeden Tag die Treppen ins Obergeschoss, wo sie im Schlafzimmer bei uns schläft und die Treppen in den Garten runter, das einzige, was wir ihr nicht mehr machen lassen, ist von der Couch oder Bett runter springen, um ihre Gelenke zu schonen!

  6. Auch ich habe 3 Chihuahuas und habe diesen Bericht nur mit Kopfschütteln gelesen. Ich schliesse mich den vorangegangen positiven Berichten gerne an. Ich habe insgesamt 4 Chihuahuas gehabt und habe nie erlebt, dass die Hunde an den beschriebenen Problemen (die zum Teil mehr oder minder aufgetreten sind) so gelitten hätten sodass tierärztliche Besuche notwendig wurden. Auch waren diese „Probleme“ überhaupt nicht einschneidend für die Hunde und behinderten sie nicht an ihrer Lebensfreude und Lebensqualiät. Ich werde vermutlich bei dieser Hunderasse bleiben, denn sie sind kleine, grosse Persönlichkeiten mit viel Charakter und ansteckender Lebensfreude.

    • Ich seh das nicht so, weil der Herr Recht hat. Er schreibt auch nicht das Jeder chihuahua so ist. Aber viele haben dieses Problem. Ich bin selbst betroffen, das ich eigentlich dachte einen guten Züchter gefunden zu haben und dann? Mit 5 Jahren fingen die ersten Sachen an. Niere, dann 2 Jahre später das herzund 1 Jahr später jetzt noch zuckerkrank. Und von Anfang an kein immunsystem ‼️ und die Kniescheibe dazu von Anfang an.
      Toller Züchter, Hauptsache viel Geld nehmen weil er rote Papiere hat. Lächerlich. Ich habe draus gelernt.

  7. Hallo
    Ich habe einen kleinen Chihuahua 2,5kg. Leider habe ich kein Glück mit einem Züchter gehabt. Habe ein Hund der super toll ist( das meiste liegt an der Erziehung) aber viele Probleme hat, was der Herr über chihuahuas geschrieben hat, recht hat. Meiner hat Nieren, – herzklappenfehler, Bein kaputt und wahrscheinlich noch Zucker, obwohl man auf das Essen sehr gut aufpassen tut, was er bekommt. Das alles hat ab den 6 Lebensjahr angefangen. Immunsystem hat er von Anfang an nicht gehabt ❗
    Also, man kann sich ein chihuahua kaufen aber man sollte nicht nur den Hund aussuchen der niedlich ist sondern lieber die Züchter 5x durchleuchten. Ansonsten ist er prima der kleine, schlägt sich wacker durch. Und macht auch alles mit,so wie er eben kann. Der Mann in seinem Bericht meint ja auch nicht alle chihuahuas, bloß leider gibt es auch dieses was er berichtet. Man muss Glück haben mit dem Hund oder die Züchterin züchtet menschlich und nicht nach Geld. Aber der Mensch sollte auch sein Hirn benutzen und bisschen weiter denken, nicht nur bis zum nächsten Problem ❗
    Und auf Mäntelchen oder Taschen zu kommen. Das versteht auch nur jemand der mit seinem chihuahua lebt (die meisten zumindest). Weil es gibt Situationen wo es unumgänglich ist, dem Hund etwas anzuziehen oder in die Tasche zu nehmen.
    Erstmal mit einem chihuahua leben, bevor man ihn falsch versteht (Mensch).
    Und leider gibt es eben diese Art von Menschen die chihuahuas wirklich als Accessoire sieht. Der Hund ist genau so ein Lebewesen wie auch du.

  8. Rosmarie Christen

    Mein allerherzliebster Chihuahu Rocky ist 2 kg, hat Überbiss und mit ihm kann ich 3 bis 4stündige Wanderungen machen! Jetzt mit 3jährig kastriert da er so sehr leidete und Tierärztin es auch befürwortete. Narkose ohne Probleme und gleichzeitig noch vorhandene Milchzähne entfernt und komplet Reinigung gemacht. Ins Bett lass ich ihn nicht, Haare, aber er schläft neben meinem Bett, darf aber mit mir auf Sofa kuscheln! So und nun: Bitte lasst euren Chihuahu laufen und wenn nötig darf er doch mal ins Täschli oder Snuggli! Rocky war 9 Monate als er zu mir kam und es war die 4te Platzierung: Kaufpreis jedesmal höher! Augen auf beim Kauf!

  9. Katharina Marbach

    Ich hatte bis jetzt Glück mit meinem Chihuahua!Habe ihn mit 2 Jahren einer Frau abgekauft,da sie und ihre Tochter eine Tierhaarallergie hatten!Er ist auch grösser und wiegt fast 4kg hat eine gute Figur und liebt es überall mit dabei zu sein und auch lange Spaziergänge kein Problem und bis jetzt,Mylo wird am 25.Nov.8 Jahre hatte er nur eine Blasenentzündung!Ich hoffe das er noch lange lebt,den er ist ein Super lieber Hund(keine Modeneuheit)!

  10. Ich habe tatsächlich selten soviel verquere Infos auf einmal gelesen. Ich hatte schon einige verschiedene Hunderassen von gross (Boxer, Berner Sennenhund) bis klein …. die letzten Jahre eben Chihuahuas.
    Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll…. (zur Info: ich selbst bin Biologin und Medizinerin) ..
    Chihuahuas sind mit nichten eine besonders krankheitsanfällige Rasse, exakt das Gegenteil ist der Fall. Die genetische Varianz unter Chihuahuas ist extrem hoch (ganz im Gegensatz zu vielen anderen großen und kleinen Rassehunden) , was man allein schon daran sieht, wie unterschiedlich diese Hunde aussehen können….
    Was die beschriebenen Krankheiten und „Fehler“ betrifft:
    + Nervosität, Ängstlichkeit und Scheu ist 1. kein Fehler , 2. tritt in allen anderen Hunderassen genauso häufig auf ….. es gibt Typ A und TypB Hunde , wie überall und wer einen scheuen, zurückhaltenden und eher ängstlichen Hund hat, muss halt anders auf ihn eingehen, wie auf einen Draufgänger.
    + Patellaluxation : ist nichts Chihuahua spezifisches, sondern kommt gehäuft in ALLEN kleinen Rassen vor (und nicht nur Toyrassen)
    + das GLEICHE gilt für Rückwärtsniesen !! Die Schäferhunde (Malinois und deutsch) meiner Freundin zeigen das gleiche Phänomen.
    + sog Minis oder Teacups : Minis kommen in allen Rassen immer wieder mal zufällig vor. Es sind schlicht und ergreifend die kleinsten und zartesten eines Wurfes und natürlich darf man mit ihnen nicht weiterzüchten (früher sagte man Mangelgeburten) . Bei Chihuahuas, da ohnehin die kleinste Hunderasse, können Minis schon ziemlich klein sein, sind aber meistens kein Ausdruck unseriöser Züchtung. Mein erster CHI war ein Mini mit 1,25kg ….. ihre Mutter hatte 2,3kg , der Vater ebenfalls…. ihre Geschwister waren normal groß geworden, heißt alle zwischen 2 und 2,5 kg. Und meine kleine Lady war super robust, ein souveränes, selbstbewusstes Elfchen, dass praktisch nie gebellt hat.
    + zum Thema hochnehmen : wer sich ein bisschen in der modernen Kynologie auskennt (Hundeverhaltensforschung) auskennt, weiss, dass es immer wieder zu äusserlich nicht motivierten ( heisst kein Drohverhalten vorneweg, keine Provokstion, keine Konkurrenz Situation) „Angriffen“ von grossen Hunden gegenüber kleinen Hunden kommt, die immer wieder auch mal tödlich enden. Man weiss nicht so genau, woher dieses Verhalten kommt, ob vielleicht kleinere Hunde als so etwas wie ein interaktives Toy wahrgenommen werden…. Tatsache ist, dass dieses Verhalten auch bei Wildcaniden zu beobachten ist. Dementsprechend haben Kleinhunde Besitzer eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Hunden und sind geradezu verpflichtet, sie zu schützen und schnellst möglichst aus einer Situation herauszuholen, die nicht übersichtlich ist…. dazu gehört auch sich ersteinmal zwischen die Hunde zu stellen oder sie notfalls hochzunehmen!! Ich beobachte leider immer wieder, wie schlecht Hundebesitzer (insbesondere auch von grossen Hunden) die Körpersprache ihrer Hunde deuten können. Der berühmte Satz : der will nur spielen Ist zB bei einem Hund, der mit fixierendem Blick , gesenktem Kopf und Bürste schnurstracks auf einen anderen Hund zu läuft mehr als unangebracht….
    + Tragetaschen : auch ich habe grundsätzlich einen Reisetrolley dabei, in die ich bei zu voller Stadt (Stress für die Hunde pur, weil sie nicht selten getreten werden) oder wenn wir ins Restaurant gehen meine Beiden reinsetze. Sie fühlen sich darin pudelwohl und sicher und alle mal ist es bequemer als auf dem nackten, kalten und womöglich noch nassen Fussboden …. das nur zu dem Thema !
    Tatsache ist Chihuahuas sind wie viele andere Rassen tolle Begleiter, die viel Freude machen und mega alt werden können.

  11. Es wäre angebracht vom Verfasser des Artikels diesen zu überarbeiten. Es gibt sicherlich die beschriebenen Probleme mit Chihuahuas, aber das betrifft vielleicht 10 bis maximal 30 Prozent. Wer einen Chihuahua kaufen möchte, sollte sich mindestens beide Eltern ansehen. Umso kleiner der Hund und umso größer und runder die Köpfe und umso kleiner das Schnäuzchen, umso größer die Wahrscheinlichkeit von gesundheitlichen Problemen meiner Erfahrung als Tierärztin. Wir haben seit Jahren große Chihuahuas ohne Puppengesicht in der Familie, die keine Probleme haben und sogar als Therapiehund eingesetzt werden. Sie sind alle charakterlich verschieden, aber überaus freundlich und keine Kläffer. Eine war so klug, dass man sie immer während eines Spaziergangs fragen konnte wo das Auto geparkt ist. Dann führte sie die Familie quer durch eine ihr fremde Stadt zu unserem Auto zurück. Sie blieb dann vor der Tür stehen wo ihre Box war. Sie wurde 15 Jahre alt.

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