Welpen-Krankheiten – vier häufige Erkrankungen bei jungen Hunden

Dem Immunsystem von Welpen fehlt noch das Leistungsvermögen. Deshalb erkranken Welpen leichter als erwachsene Hunde. Die folgenden Welpen-Krankheiten solltet ihr kennen.

Welpen Krankheiten

Wurmbefall

Kaum ein junger Hund hat keine Würmer. Besonders Spulwürmer sind schon bei ganz kleinen Welpen weit verbreitet. Das liegt an den Übertragungswegen. So können sich Welpen schon im Mutterleib und später über die Muttermilch infizieren. Spulwurmeier sind auch in der Umgebung sehr langlebig und da Welpen gern Sachen ins Maul nehmen und fressen, nehmen sie auch auf diesem Wege oft Wurmeier auf.

Spulwürmer sind leicht zu bekämpfen und das ist auch nötig. Ansonsten können sie zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Neben Verdauungsstörungen und dem typischen, dicken Wurmbauch kann ein Wurmbefall auch Atemwegsproblemen, Entwicklungsstörungen und plötzlichen Todesfällen führen.

Blasenentzündung

Da ist der Stress durch die Trennung von Mutter und Geschwistern sowie der Umzug ins neue Zuhause. Das lässt das Immunsystem mal kurz ins Wanken geraten. Dazu kommt, dass Welpenbäuche noch nackt sind und aufgrund der noch geringen Körpergröße befinden sie sich in Bodennähe. Welpen können sich auf diese Weise schnell mal verkühlen und eine Blasenentzündung bekommen. Diese muss natürlich tiermedizinisch behandelt werden. Sie kann auch der Grund dafür sein, wenn ein Welpe nicht so richtig stubenrein wird.

Parvovirose

Parvovirose ist ein hochansteckendes Virus, das zwar Hunde jeden Alters betreffen kann, vorwiegend aber Welpen und Junghunde infiziert. Erbrechen, wässrig-blutiger Durchfall, Fieber oder Untertemperatur sind die typischen Symptome. Dazu kommen Komplikationen wie der Abbau weißer Blutkörperchen und Herzmuskelentzündung. Ein erkrankter Welpe überlebt das nur, wenn er schnellstmöglich tiermedizinisch betreut wird, man es schafft durch Infusionen eine Austrocknung zu verhindern und wenn zusätzlich das Glück mitspielt.

Canines Herpesvirus (CHV)

Das canine Herpesvirus ist ein häufig auftretender Erreger, der sowohl am Zwingerhusten beteiligt ist als auch zu plötzlichem Welpensterben führen kann. Es befällt erwachsene Hunde oft, ohne dass sich Symptome zeigen. Dieses Virus hat aber eine Besonderheit, denn es kann sich im Körper des infizierten Hundes in einem Ruhezustand versteckt halten. Stress (wie zum Beispiel eine Geburt) kann dazu führen, dass dieses Virus wieder reaktiviert und ansteckungsfähig wird. Trägt eine Mutterhündin das canine Herpesvirus in seiner ansteckungsfähigen Form in sich, können sich die Welpen schon im Mutterleib oder (was häufiger vorkommt) während der Geburt oder danach anstecken. In den allermeisten Fällen stecken sich die Welpen in den ersten drei Lebenswochen an und die Infektion führt zum Tod. Die Erkrankung selbst dauert in der Regel nur zwei Tage. Die Welpen bekommen Durchfall, Bauchschmerzen, Atemprobleme und ehe man sich versieht, sind sie tot. Um dem vorzubeugen, kann die Mutterhündin gegen CHV geimpft werden.

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