Was ist bei einer Diät für Hunde zu beachten?

Hunde die unter Gelenk- oder Nierenproblemen leiden, bekommen vom Tierarzt oft eine Diät für Hunde verordnet. Oft gehen diese Probleme vom Übergewicht des Hundes aus und lassen sich so leicht in den Griff bekommen. Du musst als Halter aber konsequent sein gegenüber dem Hund. Manchmal auch gegenüber Dir selbst, wenn Du den Hund z.B. mehr bewegen sollst. Viele gute Tipps haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

Planung und Vorbereitung

Eine Diät beim Hund ist sehr ähnlich zu der beim Menschen. Ziel ist es Gewicht zu reduzieren ohne dabei einen Mangel an Nähr- und Mineralstoffen zu haben. Du musst also die Diät planen und dafür sorgen, dass Dein Hund ausreichend mit Vitaminen und Nährstoffen versorgt bleibt. Die Fett- und Kohlehydratzufuhr zu reduzieren und dabei die Bewegung zur Kalorienverbrennung zu steigern  macht also auch beim Hund Sinn.

Entsprechend sollte man planen. Vor einer Planung steht aber immer die Analyse, wie es zu dem hohen Kalorienüberschuss zwischen Nahrungsaufnahme und Verbrauch kommen konnte. Fehlt Deinem Hund nur Bewegung oder isst er im Vergleich zu anderen Hunden einfach deutlich mehr? Generell ist es zu empfehlen vor der Diät für Deinen Hund einen Tierarzt zu konsultieren. Der Arzt kann andere Gründe für die Gewichtszunahme ausschließen und Dir helfen die richtige Strategie und Balance zwischen Nahrungsaufnahme und Kalorienverbrennung zu finden.

Auch kann es helfen bei der Planung zu berücksichtigen, wann und wie oft täglich Dein Hund frisst. Eine Hundediät gelingt meist schneller, wenn Dein Hund:

  • Kleinere Portionen frisst, diese aber über den Tag gut verteilt sind, z.B. um 7:00, 13:00 und 18:00 füttern statt nur zweimal am Tag. So hat Dein Hund nicht über längere Zeit einen leeren Magen.
  • Der Hund sich ausreichend nach der Mahlzeit bewegt. Neben Spaziergänge kannst Du auch mit Spielen eine Bewegung auslösen.
  • Leckerchen und sonstige Snacks einfach weggelassen werden. Dein Hund kann auch durch spielen belohnt werden, wenn er ein Kommando richtig ausführt.

Hunde Diät Ernährungsumstellung

Futterumstellung

Bei der Umstellung des Hundefutters ist einiges zu beachten, denn vor allem sollen die Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe ja in ausreichender Menge zugeführt werden. Hierzu gibt es spezielle diätische Nahrung die speziell für die  Diät des Hundes entwickelt wurde. So fehlt es ihm an nichts. Hier findest Du eine gute Auswahl an Diätfutter für Hunde. Achte darauf, dass kalorienarmes Futter meist auch in anderen Mengen vom Hund verspeist werden kann. Wichtig ist es also den Kaloriengehalt der bisherigen Nahrung und des Diätfutters zu vergleichen.

Generell habe ich weniger gute Erfahrungen mit Trockenfutter gemacht. Ich würde Dir empfehlen bei einer Diät Deines Hundes eher auf Nassfutter zu setzen. Meist nehmen Hunde dieses Futter auch deutlich besser an als Trockenfutter. Nassfutter ist üblicherweise gesünder und enthält mehr Vitamine und Nährstoffe. So fallen die Pfunde gesünder von den Rippen Deines Tieres. Und die gesunde Ernährung hilft dabei Erkrankungen zu vermeiden.

Die Futterumstellung auf ein anderes Hundefutter gelingt am besten, wenn Du über 3 bis 7 Tage – je nach Alter des Hundes – die bisherige Nahrung mit der zukünftigen mischst und schrittweise den Anteil der bisherigen Nahrung reduzierst. Auch die gesamte Menge kannst Du innerhalb dieses Zeitraumes schrittweise reduzieren. Generell gilt also, was der Hund an Gewicht über die Jahre aufgebaut hat, muss auch nicht von heute auf Morgen weg. Das langsame Anpassen hilft Dir und dem Hund!

Futtermenge reduzieren

Die Menge an Nahrung die Dein Vierbeiner zu sich nimmt sollte in der Diät schrittweise reduziert werden. Ich empfehle Dir dies über einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen zu machen. Auf das Diätfutter an sich stellst Du also leicht schneller um und reduzierst danach beim neuen Futter lediglich noch die Menge. Je älter der Hund je länger sollte es dauern, die Futtermenge zu reduzieren.

Diätfutter Hund

Dies bezieht sich immer auf die Gesamtmenge an Hundefutter, d.h. Du reduzierst auch die Leckerli und sonstige Nahrung. Isst der Hund also bei Euch am Tisch ab und an die Reste, dann kannst Du dies zuerst reduzieren.

Oft werden schon viele Kalorien gespart und Gewicht schnell reduziert, wenn Du Leckerli und das Resteessen der Mahlzeiten von Herrchen/Frauchen wegläßt.

Bei Leckerli und der Beikost – also dem was er von Euch mit isst – ist es auch eine Erziehungsaufgabe. Hier musst Du dem Hund vermitteln, dass dies keine Bestrafung ist. Dies geht einfach indem Du statt Futter als Belohnung mit ihm spielst. Ein Spielzeug, dass er statt dessen bekommt, kann auch dauerhaft Leckerli ersetzen.

Achte in jedem Fall darauf, dass Dein Liebling die passende Menge in seiner Futterration hat und damit auch ausreichend Energie für den Tag. Überlicherweise sind so auch keine Nahrungsergänzungsmittel für den Hund erforderlich.

Viel Trinken während der Diät

Parallel zu der Reduktion an Nahrung ist es wichtig, dass Dein Hund viel trinkt. Du kannst die Menge auch hier schrittweise steigern. Generell halte ich nichts davon Mineralstoffe dem Wasser beizumischen. Mehr Wasser sorgt auch beim Hund für einen volleren Magen und weniger Hungergefühl.

Zu beachten ist natürlich, dass der Hund dann auch öfter raus muss um zu pinkeln. Es empfiehlt sich also, dass Dein Hund die Wassermenge zwischen Morgen und Nachmittag steigert, so dass ihr beide Nachts im bisherigen Rhythmus bleibt.

 

Bewegung

Neben der Kalorienaufnahme ist natürlich auch bei der Hunde Diät die entsprechende Steigerung des Kalorienverbrauchs wichtig. Ein mehr an Spaziergängen ist hierbei wichtiger als in Summe längere Spaziergänge. Halte Deinen Vierbeiner quasi öfter in Bewegung, denn regelmäßige Bewegung hilft dabei Kalorien zu verbrennen und bietet auch einem Hund mit überstrapazierten Gelenken eine Erholung zwischen den Spaziergängen.

Bewegung mit dem Hund hilft beim Abnehmen
Bewegung mit dem Hund hilft beim Abnehmen. In der Diät sollte also öfter ein Spaziergang erfolgen.

Bei einem Spaziergang kann eine längere Hundeleine dem Hund auch mehr Freiraum bieten. So steigert er von ganz von selber seine Laufleistung ohne das Du Dich mehr bewegst. Hier empfehle ich Dir eine Schleppleine statt einer Rollleine bzw. Flexi-Leine. Die Schleppleinen musst Du allerdings von Hand „aufrollen“ oder einfach hinter Dir her ziehen.

Mit anderen Hunden spielen

Wenn Du die Möglichkeit hast, dann verabrede Dich regelmäßig mit anderen Hundebesitzern. Dein Tier verbrennt deutlich mehr Kalorien, wenn es auf einem freien Feld mit anderen Hunden toben kann. Der Wechsel der Anstrengung ist hierbei wie ein Intervalltraining für den Hund. Dabei werden viele Kalorien verbrannt.

Ideal bekommt Dein Hund dann vor dem Spiel sein Futter. Bewegung nach dem Essen hilft bei einer sauberen Verdauung und die Kalorien werden besser „abtrainiert“.

Geistig fordern

Auch geistige Aktivität hilft Deinem Vierbeiner beim Abnehmen. Übungen mit dem Hund auf einem Hundespielplatz, das holen von Stöcken, das Suchen von Spielzeug (kein Futter) und das Verstecken spielen mit dem Hund helfen alle dabei, dass Dein Hund in Bewegung bleibt und nicht schläft. So verbrennt er einfach mehr Kalorien ohne das es ihn wirklich anstrengt. Zudem macht es ihm viel Spaß!

So kann Dein Hund mit Spaß abnehmen und die Diät Deines Hundes wird ein voller Erfolg.

 

Wie geht es weiter nach der Diät Deines Hundes?

Nicht wie vorher! Ist das Idealgewicht Deines Hundes erreicht, dann kannst Du die Futtermenge wieder steigern. Alternativ einfach das normale Futter schrittweise unter das Diätfutter mischen.

Meist weißt Du nach der Diät noch besser, was Deinen Hund dick gemacht hat. So kannst Du die positiven Elemente der Reduktionsdiät beibehalten und Dein Hund wird dauerhaft eine bessere Gesundheit haben. Insgesamt hilft das Idealgewicht dabei, dem Tier Krankheiten zu ersparen.

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