Traumhund Husky – Vom heimischen Sofa ins Tierheim

Der Husky.
Mit kaum einer anderen Hunderasse verbindet man mehr Ursprünglichkeit und Nähe zum Wolf. Er ist ein Symbol für Freiheit. Zuhause in den unendlichen Weiten der Tundra Lapplands und Alaska.
Kein Wunder also, dass sich immer mehr Menschen in diese Hunderasse verlieben.

Angelockt von seinen oftmals eisblauen Augen und seiner dichten Fellecke, ist mit der einst vorhandenen Wunschvorstellung von Schlittenhundromantik schnell Schluss. Oftmals folgt der Anschaffung kurz darauf die Ernüchterung. Der Hund wird zu einem unkontrollierbaren Geschöpf, der seine neuen Halter maßlos überfordert.

Mit 30 Minuten langen Spaziergängen ist er nicht müde zu kriegen. Von Leinenführigkeit keine Spur. Und das tägliche, mehrstündige Alleinsein endet mit einer zerstörten Wohnungseinrichtung und stundenlanger Heulorgie.

Dazu kommt das Fell, das ein Husky ganzjährig verliert. Doch zweimal im Jahr verliert er keine Haare mehr, sondern ganze Flocken. In großen Mengen. Für einige Wochen. Da hilft auch Bürsten nicht viel. Es scheint nur noch schlimmer zu werden.

Wenig verwunderlich ist es also, dass immer mehr nordische Hunderassen in Tierheimen abgegeben werden. Zu wenige Menschen erkundigen sich im Vorfeld ausreichend über diese Rassen. Die Liebe auf den ersten Blick ist genau so schnell verflogen, wie die konstruktive Überlegung, sich solch einen Hund anzuschaffen. Bedauerlicherweise ist einmal mehr wieder das Tier Leidtragender.

Zum Kopfschütteln sind auch folgende Gesuche in lokalen Kleinanzeigen:

Wir suchen für unsere 7 Jahre alte Tochter einen schwarz/weißen Husky mit blauen Augen

Hier wird nunmal mehr deutlich, wie Menschen völlig ohne Vorkenntnisse an diese Sache herangehen. Das bittere Ende ist abzusehen.

Steht auch ihr vor der Entscheidung, euch einen nordischen Hund anzuschaffen, so bedenkt bitte folgendes:

  • Habt ihr genügend Platz und im besten Fall einen eingezäunten Garten?
  • Seid ihr in der körperlichen Verfassung, diesen Hund artgerecht auszulasten?
  • Wer kümmert sich tagsüber und im Krankheitsfall um den Hund?
  • Könnt ihr die laufenden Kosten für Futter, Medikamente und Tierarzt aufbringen?
  • Habt ihr bereits Kleintiere im Haus?

Tip: Besucht doch einmal ein Tier in Ihrem örtlichen Tierheim und geht mehrmals mit ihm Gassi. Solltet ihr daran schon die Lust verlieren, ist ein Hund definitiv nicht für euch geeignet. Ein Nordischer noch weniger.

Falls ihr euch bereits gut informiert und auch alles genau geplant habt, so wäre es schön, wenn ihr nicht gleich an Züchter oder wohlmöglich noch an Hinterhofvermehrer herantretet, sondern euch für eine verlorene Seele aus dem Tierschutz entscheidet.

Die Hunde aus dem Tierschutz sind in der Regel geimpft, entwurmt, gechippt und teilweise auch kastriert.
Das anwesende Tierheimpersonal wird euch etwas über das Wesen des Hundes erzählen können und mit Euch gemeinsam beurteilen, ob diese Konstellation passt.

Neben den lokalen Tierheimen gibt es auch spezielle Vermittlungsseiten für Nordische Hunderassen:

http://www.polarhunde-nothilfe.com/

http://www.nothilfe-polarhunde.com/

http://www.polarhunde.de/Hunde/vermittlungshunde.htm

http://www.nordische-in-not.de/

Traumhund Husky – Vom heimischen Sofa ins Tierheim
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