Wusstet ihr überhaupt… 10 Fakten über uns

Wisst ihr eigentlich, dass ihr kaum etwas über uns wisst? Ab heute wird es gelegentlich etwas privater auf diesem Hundeblog. Heute verrate ich jeweils 10 Dinge über Pauli und mich.

Fakten ueber uns

Nicole und Moe haben es vorgemacht. Sie haben private Dinge über sich verraten, die zuvor kaum jemand wusste. Sofort habe ich Lust bekommen, mitzumachen. Aber – aaaah – dieser Beitrag wird den Stil dieser Seite völlig verändern. Ich musste deshalb länger überlegen, ob ich das mache und damit die Tür für mehr Privates auf diesem Blog öffne. Aber wir tun es. Wir machen uns nackig. 😉

10 Fakten über Pauli

1. Pauli hat seinen Platz auf der Fensterbank

Wenn wir zu Hause sind, liegt Pauli gesittet in seinem Kuschelkörbchen. Sobald wir aber das Haus ohne ihn verlassen springt er auf den Esstisch und von dort auf die Fensterbank. Still wie Fensterdeko sitzt er da und schaut mit ernstem Blick hinaus. Jedem Spaziergänger, der vorbei geht, versucht er so zu verstehen zu geben, dass sein böses Frauchen einfach ohne ihn weggefahren ist. Natürlich könnte ich es ihm verbieten, denn Hundehaare auf dem Esstisch sind eklig. Doch dank Pauli wird immer nur bei den Nachbarn eingebrochen. Also darf er seinen Fensterplatz behalten.

2. Pauli mag Rüden lieber als Hündinnen

Pauli ist ein Kumpeltyp, kein Frauenversteher und passt deshalb gar nicht in das Klischee „Rüden und Hündinnen können besser miteinander“. Auch wenn er grundsätzlich nichts gegen Hündinnen hat, auch schon mit welchen zusammen gelebt hat und seine Lieblingsmädels hat, sind ihm einige doch zu kompliziert. Unberechtigt zickige Hündinnen findet er besonders blöd und gibt Kontra. Bei Rüden dagegen ist er sehr tolerant und hat einige Hundekumpel, die sich sonst gar nicht mit Geschlechtsgenossen vertragen. Unsere schönste gemeinsame Zeit war die als Quartett, das Superrüden-Trio Otto, Robin und Pauli mit mir, dem Frauchen.

3. Pauli ist weltbester Katzenversteher

Pauli liebt Katzen, vor allem seine Katzenfreundin Lotti, mit der er zusammen aufgewachsen ist. Die ersten Jahre lebte er nur mit hundefreundlichen Katzen zusammen. Dann folgte das Trauma. Gleich drei alte CNI-Katzen zogen ein – Bärchen, Elfie und Candy. Alle drei hassten Hunde aus tiefstem Herzen und lehrten Pauli das Fürchten. Pauli studierte daraufhin „Kätzisch“ und lernte sie zu verstehen. Nach nur wenigen Monaten hatte er sie alle soweit, dass sie ihm vertrauten und sogar mit ihm zusammen im Bett schliefen. Er wurde daraufhin ehrenamtlicher Katzentester im Tierheim. Seine Aufgabe bestand darin, heraus zu finden, ob Katzen sich in ihrem neuen Zuhause mit Hunden verstehen würden.

4. Pauli stammt aus illegaler Vermehrung

Eigentlich hätte es Pauli gar nicht geben dürfen, denn er wurde geboren, als das inzwischen nicht mehr aktive Gefahrhundegesetz in Schleswig-Holstein auch noch ein Zuchtverbot für bestimmte Rassen enthielt. Seine Besitzer waren ausländischer Herkunft, konnten nur sehr schlecht Deutsch und hatten von dem ganzen „Kampfhundetheater“ überhaupt nichts mitbekommen. Nichtsahnend ließen sie ihre Hündin decken und inserierten die Welpen bei Ebay-Kleinanzeigen. Kurz darauf stand die Amtstierärztin vor ihrer Tür und kassierte dir drei noch übrig gebliebenen Welpen ein.

5. Pauli hieß mal Muck

Es ist kein Geheimnis, dass Tierpflegern irgendwann keine schönen Namen mehr einfallen. Die schönen wurden schon mehrfach vergeben, irgendwann müssen neue her. Für Paulis Geschwister hat es noch zu Mücke und Marlon gereicht, doch Pauli bekam den Namen „Muck“. Dabei hatte Pauli gar nichts mit dem kleinwüchsigen Sonderling aus dem Märchen von Wilhelm Hauff gemeinsam und ich nannte ihn schnell um.

6. Pauli liebt den Hochsommer

Bei 30°C im Schatten liegt Pauli am liebsten im Garten in der prallen Sonne. Wenn er dann da so liegt, mit verdrehten Augen, hechelnd wie ein Mops mit Atemnot, bin ich manchmal drauf und dran, ihn mit Gewalt nach drinnen zu schleifen. Freiwillig geht er nämlich nicht. Er liebt den Sommer und hört nur sehr widerwillig, wenn ich ihn ins Haus rufe. Doch Pauli sorgt selbst für Abkühlung. Irgendwann steht er auf, trinkt etwas, legt sich zwei Minuten zum Abkühlen in den Schatten und wechselt dann wieder in die Sonne.

Doch so sehr Pauli den Sommer auch liebt, bei Sonnenschein und Windstille empfindet er Bewegung schon ab 15°C als Zumutung. Er schleppt sich dann neben mich her, macht keinen Schritt zu viel und fragt immer wieder, ob wir nicht doch lieber umdrehen wollen. Zuerst habe ich mir Sorgen gemacht, weil ich dachte, er könnte herzkrank sein. Doch er ist gesund und hat es einfach nur nicht mit Bewegung in der Wärme. Schon ab Frühjahr verlegen wir unsere Spaziergänge deshalb auf die Morgen- und Abendstunden. Im Sommer ist es manchmal schon morgens zu warm. Dann gehen wir nur abends.

7. Pauli bevorzugt winzige Katzenkörbe

Nicht, dass er kein großes Hundebett hätte. Er nutzt es sogar, ab und zu. Viel lieber liegt er aber in plüschigen Katzenbetten. Je kleiner umso besser, aber einen weichen Rand und genug Plüsch müssen sie natürlich haben. Innerhalb weniger Tage sind diese Körbchen platt gelegen und so ramponiert, dass man sie eigentlich wegwerfen kann.

8. Pauli hasst Regen, Badewannen und Wasserschläuche

Wir leben an der Ostsee und Pauli ist eigentlich eine Wasserratte. Er schwimmt gern und viel im Meer. Regen findet er dagegen doof. Je dicker die Tropfen, umso schlimmer. Wasserschläuche sind im unheimlich und er hasst kaum etwas mehr als gebadet zu werden.

9. Pauli wälzt sich in ekligen Dingen

Manchmal geht es nicht ohne Baden, denn Pauli fühlt sich von Aas und Exkrementen magisch angezogen. Menschlichen Ursprungs sind sie ihm besonders lieb. Wenn der örtliche Kindergarten einmal im Jahr Waldwoche hat, ist Pauli beim Spazierengehen keinen Moment unbeaufsichtigt. Kindergartenkinder müssen auch im Wald mal groß. Und egal, wo es liegt, Pauli findet es ganz bestimmt.

10. Pauli bleibt Einzelhund

Vier Hundefreunde hat Pauli schon überlebt. Da ich mit Ausnahme von Pauli immer alte und kranke Hunde hatte, musste er ständig zurück stecken. Er war immer der, der mitgelaufen ist und sich anpassen musste. Vor kurzem ist seine letzte Hundefreundin gestorben. Und auch, wenn bisher freie Plätze immer schon bald mit dem nächsten Sorgenfall belegt wurden, wird es dieses Mal anders sein. Pauli ist jetzt 10 Jahre alt und soll nun im Mittelpunkt stehen. Wir genießen die Zeit zu zweit.

10 Fakten über mich

1. Ich bin hauptberuflich Bloggerin

Natürlich wäre es jetzt schön, wenn ich erzählen könnte, dass ich mit diesem Hundeblog so viel verdiene. Tu ich aber nicht, nicht einen einzigen Cent. Stattdessen kostet diese Internetseite mir nur Geld und ich verdiene meine Brötchen, indem ich für andere blogge, die mich dafür bezahlen.

2. Ich vertrage keinen Zigarettenrauch

Ich bin überzeugter Nichtraucher. Noch nie in meinem Leben habe ich geraucht. Zigarettenrauch von anderen hat mich aber früher auch nie gestört. Irgendwann saß ich mal beim Friseur. Im ganzen Laden wurde geraucht, mein Hals kratzte und meine Augen tränten. Ich war so froh als ich endlich wieder draußen war. Mit den Jahren wurde es immer schlimmer. Jetzt muss ich nur einen Flur entlang gehen, an einem Raum vorbei, in dem geraucht wird. Ich bekomme sofort Hustenanfälle.

3. Meine Selbstständigkeit habe ich mir zum 34. Geburtstag geschenkt

Eine feste, sichere Anstellung ist wichtig – das wurde mir so in die Wiege gelegt. Und obwohl meine Arbeit im Tierschutz für mich immer meine Berufung war, wurde ich irgendwann unzufrieden. Ich begann kurz nachdem meine erste Tochter geboren wurde damit, nebenbei Texte zu schreiben, Blogs und Facebookseiten für Unternehmen zu betreuen. Eher so ins Blaue hinein, sagte ich mir, dass ich mit 34 kündigen möchte. Doch meinen Beruf einfach so hinzuschmeißen, hätte ich nie gewagt. Ein paar Monate vorher bekam ich die Gelegenheit, als angestellte Redakteurin im Homeoffice zu arbeiten. Das war der Absprung, den ich gebraucht habe. Ich kündigte Job 1, weil ich Job 2 bekam, wollte Job 2 aber dann doch irgendwie nicht und startete pünktlich in die volle Selbstständigkeit.

4. Ich verabscheue Alkohol

Seit vielen Jahren rühre ich keinen Alkohol mehr an. Aus Prinzip. Meine Jugend verlief noch ziemlich normal. In Gesellschaft habe natürlich auch ich ab und zu etwas getrunken – Bier zum Grillen, Bacardi-Cola in der Disco, undefinierbare Mischgetränke am Lagerfeuer oder das Glas Sekt zum Anstoßen. Ich glaube, nachdem eine Kollegin ihren Job wegen des Alkohols verlor, begann ich, mehr auf meine Umgebung zu achten. Und plötzlich bemerkte ich sie überall. Menschen, die ihre Jobs wegen Alkoholabhängigkeit verloren. Menschen, deren Familien wegen des Alkohols zerbrachen. Menschen, die behindert waren, weil die Mutter in der Schwangerschaft getrunken hat. Menschen, die sich totgesoffen haben. Menschen, die wegen Alkohol am Steuer starben. Und Menschen, die betrunken unglücklich stürzten und zum Pflegefall wurden. Und das nicht nur im Fernsehen, sondern sogar in meiner unmittelbaren Umgebung und im Bekanntenkreis. Dieses Teufelszeug kann so viel kaputt machen. Ich mach da nicht mit, nicht einmal an Silvester. Aus Prinzip.

5. Ich trage Hörgeräte

Von Geburt an bin ich schwerhörig und trage seit meinem 3. Lebensjahr Hörgeräte. Süüüündeee, haben viele früher gesagt. Doch wenn man sie ständig trägt, merkt man sie gar nicht mehr. Sie gehören zu mir und ich würde sie schon gar nicht mehr hergeben wollen. Die Schwerhörigkeit ist auch mit ein Grund, weshalb Pauli als Welpe bei mir im Bett schlafen durfte. Nachts nehme ich die Hörgeräte nämlich raus und würde es gar nicht hören, wenn ein Hund unruhig wird, weil er mal muss.

6. Ich erziehe meinen Hund nicht

Wirklich nicht. Zumindest nicht bewusst. Training gibt es bei uns nicht. Pauli kann weder besondere Kommandos noch spektakuläre Kunststücke. Das Sitz hat er im Tierheim gelernt, weil Besucher dazu neigen, vor den Zwingertüren zu stehen und die Hunde zu fragen „Kannst du denn schon Sitz?“. Dass sich diese Menschen freuen, wenn man sich daraufhin hinsetzt, hat auch Pauli schnell gemerkt. Ansonsten entsteht bei uns alles im Alltag. Unbewusst. Mit der Zeit. Komm, Warte, Langsam, Steh, Hopp, Geh, Lauf, Nein… das alles kennt Pauli, aber korrekt aufgebaut wurde davon nichts. Und ganz ehrlich, wir gehen lieber spazieren und genießen die Freiheit als irgendwo auf einer Wiese Kommandos zu üben.

7. Ich wollte Pauli gar nicht haben

Als Pauli ins Tierheim kam, hatte ich schon zwei Hunde. Robin war ein Angsthund, der noch dazu sehr früh dement wurde. Hanna war eine gesundheitliche Großbaustelle mit HD, Spondylose, Allergien, Autoimmunerkrankung und Leberproblemen. Es wäre mir nicht im Traum eingefallen, noch einen dritten Hund haben zu wollen. Einen Welpen schon mal gar nicht. Viel zu anstrengend. Mein Herz gehörte den alten Hunden. Doch weil 2006 nicht die beste Zeit war, Staffordshire Terrier-Mischlinge zu vermitteln und Pauli mit seinen Geschwistern wohl länger im Tierheim warten würde, wurden die Welpen „verteilt“. Ich habe mich von meinen Kollegen besabbeln lassen, Pauli erst einmal zu nehmen, damit er etwas lernt. Monate vergingen, seine Schwester wurde vermittelt, sein Bruder durfte für immer bei seiner Tierpflegerin bleiben, ich blieb hart. Ich ließ diesen jungen Hund einfach nicht gänzlich in mein Herz. Never ever Welpe. Doch wie das Leben so spielt, kam niemand, der Pauli haben wollte. Dann stand Weihnachten vor der Tür, Pauli war elf Monate alt, die Welpenzeit lag hinter uns, er war längst ein Teil meiner Familie. Ich sah ihn an und fragte mich, ob ich ihn jetzt überhaupt noch hergeben könnte. Ich hätte nicht gekonnt. Noch Heiligabend unterschrieb ich den Vertag und Pauli durfte bleiben. Für uns alle das schönste Weihnachtsgeschenk.

8. Ich ekel mich vor Kichererbsen

Traumatisiert haben mich Kichererbsen in der Grundschule. Ich war etwa 10 Jahre alt und beim Weihnachtsbasar hat der Vater eines Mädchens ein typisches Gericht aus Sri Lanka gemacht. Es roch lecker und schmeckte noch leckerer. Danach war mir schlecht, sehr schlecht, sehr lange schlecht. Nicht, dass ich so etwas nicht häufiger hatte. Nutella und Schlagsahne hatte ich auch schon zu viel, doch nach ein paar Jahren schmeckten sie wieder, manchmal auch schon am nächsten Tag. Kichererbsen nicht, bis heute für mich einfach nur BÄH!

9. Ich bin zu blöd zum Fotografieren

Seit Jahren habe ich eine DSLR und knipse trotzdem noch immer im Automatik-Modus. Ich habe Bücher gelesen, Online-Kurse absolviert, hatte Nachhilfe bei meinem Bruder, doch ich verstehe es einfach nicht. Es will nicht in meinen Kopf. Blende, Sensor, Belichtung, ISO, Verschlusszeit,… sobald ich denke, ich beherrsche einen Bereich und mich dem nächsten zuwende, habe ich den ersten schon wieder vergessen. Dann verliere ich die Geduld und schmeiße alles hin. Das ist auch der einzige Grund, weshalb ich noch nicht bei Instagram aktiv bin. Ohne schöne Fotos ist Instagram nicht Instagram. Als Foto-Dummerchen passe ich da einfach nicht rein.

10. Ich liebe Igel

Ich liiieeebe Igel und ziehe jedes Jahr verwaiste Igelbabys mit der Flasche auf, die mir das Tierheim anvertraut. Eine Igelstation bzw. ein „Igelkinderheim“ wäre mein Traum, doch dafür fehlen mir Zeit und Geld. Natürlich werden alle Igel später bei uns im Garten ausgewildert. Läuft dann irgendwann ein Igel durch unseren Garten bin ich völlig aus dem Häuschen und bilde mir ein, ihn wieder zu erkennen. Letztes Jahr brachte ein im Jahr zuvor freigelassenes Weibchen ihren Nachwuchs mit. Da es ein sehr hartes und insektenarmes Jahr war, hatte ich fünf Futterplätze im Garten verteilt, die so gut besucht waren, dass ich jede Nacht noch einmal im Nachthemd raus bin, um nachzufüttern, damit auch die Spätaufsteher genug zu fressen haben.

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3 Kommentare

  1. Ich finde es toll, dass du privates von dir erzählst. Wir haben bei der Aktion auch mitgemacht und es keinen Tag bereut. Ich hoffe, wir werden noch viel über euer Zusammenleben hören.

    Liebe Grüße
    Sonja und Charly

  2. Klasse wie ihr über euch berichtet. Ihr habt eine tolle Webseite.

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