HD beim Hund – 10 mögliche Anzeichen

Hüftgelenksdysplasie (HD) beim Hund kommt nicht immer gleich mit starken Lahmheiten daher. Manchmal sind es gerade die kleinen Anzeichen, die Hinweis auf eine mögliche HD geben.

1. Schräge Sitzposition

Viele Hunde mit HD zeigen eine auffällige Sitzposition. Sie verharren nicht lange in der normalen Sitzposition, sondern rollen schräg seitlich ab und sitzen so „auf einer Pobacke“. Das ist kein ganz sicheres Anzeichen für Hüftgelenksprobleme. Es gibt auch gesunde Hunde mit dieser Eigenart und es wird vor allem von großen und schweren Hunden wie Rottweiler und Kangal häufiger gezeigt. Dennoch sollte es beobachtet werden. Hat der Hund eine „Lieblingsseite“, auf der er immer sitzt und wird die andere Seite eher gemieden, sollte es abgeklärt werden.

2. LSÜ-Twist

Der Twist des lumbosakralen Übergangs ist eine Ausgleichsbewegung, mit der beim Laufen die Drehbewegung des Hüftgelenks ersetzt wird. Durch das Verdrehen des Bereichs zwischen letztem Lendenwirbel und Kreuzbein entsteht eine Art Hüftschwung. Die Hunde schlenkern beim Laufen mit dem Po hin und her. Bei Junghunden kann dieser LSÜ-Twist noch normal sein, denn sie befinden sich noch im Wachstum und das Hüftgelenk muss sich erst vollständig ausbilden. Bei ausgewachsenen Hunden kann es aber ein Hinweis auf Hüftgelenksdysplasie (HD) sein.

3. Muskelrückbildung

Durch das Vermeiden bestimmter Bewegungen kommt es früher oder später zu einer Rückbildung der Hinterbeinmuskulatur. Ist eine Seite des Hüftgelenks stärker betroffen, wird es meist früher erkannt, weil der Unterschied zwischen beiden Seiten bald auffällt. Oft wird es aber sehr spät bemerkt, wenn der Hund ansonsten kaum Symptome zeigt. Auch bei Hunde mit ausgeprägter Muskulatur wie z.B. Staffordshire Terrier ist es eher schwer zu erkennen.

4. Verhaltensänderungen

Einige Hunde zeigen keine Anzeichen von Schmerzen und haben trotzdem welche. Manchmal sind es kleinste oder auch deutliche Verhaltensänderungen, die uns zeigen, dass der Hund Probleme hat. Das kann Meideverhalten, Unsicherheit, Schreckhaftigkeit und auch Aggressionsverhalten sein.

5. Berührungsempfindlichkeit

Für einige Hunde mit HD sind Berührungen im Bereich der Hinterhand unangenehm. Die Hinterhand ist in diesem Fall nicht nur die Hüfte oder die Hinterbeine. Meist beginnt es bereits im Bereich der Lendenwirbelsäule. Aufgrund der Erwartungshaltung breitet sich dieser für den Hund unangenehme Bereich immer weiter aus, sodass es passieren kann, dass der Hund nach einiger Zeit Berührungen grundsätzlich meidet. Einige Hunde meiden diese Berührungen, andere zeigen Abwehrverhalten, wieder andere beschwichtigen nur leicht.

6. Vermeidung bestimmter Bewegungen

Bergabläufe, Treppenabstiege, Sprünge, Sitzpositionen oder andere Bewegungen können dem betroffenen Hund so unangenehm sein, dass er diese meidet. Möglicherweise zögert er bevor er dem Hundehalter folgt, verweigert bestimmte Kommandos und zeigt damit keine Bockigkeit, sondern dass es ihm unangenehm ist.

7. Wetterfühligkeit

Wie Menschen können Hunde an Wetterfühligkeit leiden. Gelenkbeschwerden verstärken sich nicht selten bei feucht-kaltem Wetter. Der Hund hat mehr Mühe bei Hinlegen und Aufstehen und ist scheinbar lustloser als sonst.

8. Schmerzanzeichen

Deutliche Schmerzanzeichen sind Lautäußerungen wie Seufzen und Stöhnen, welche vor allem bei plötzlichen Bewegungen, aber auch beim Hinlegen und Aufstehen gezeigt werden. Aber auch Stressanzeichen wie das Hecheln können Schmerzen als Ursache haben.

9. Lahmheiten

Lahmheiten sind typisch bei Bewegungsbeginn und bei Überlastung. Einige Hunde lahmen dauerhaft, andere nur gelegentlich oder nach plötzlichen Bewegungen. Wieder andere schonen überhaupt nicht.

10. Keine Symptome

Die Grade in der HD-Diagnostik sagen nichts darüber aus, wie stark der Hund darunter leidet. So kann es sein, dass ein Hund mit leichter HD starke Beschwerden hat, sich ein Hund mit schwerer HD dagegen symptom- und sogar schmerzfrei bewegen kann. Beim Hund mit leichter HD ist der Gelenkskopf möglicherweise gut ausgebildet und leichte Unregelmäßigkeiten führen zu Reibungen, die stark schmerzhaft sind. Ein Hund mit hochgradiger HD kann ein so fehlgebildetes Hüftgelenk haben, dass der Gelenkskopf kaum ausgebildet ist. Wo nichts ist, kann auch nichts schmerzen. In diesem Fall ist möglicherweise auch keinerlei Behandlung möglich. Man darf aber nie vergessen, dass der Hund behandelt wird und nicht das Röntgenbild. Wenn ein Tierarzt sich das Röntgenbild eines ihm fremden Hund ansieht und nicht weiter nach seinem Befinden fragt, spricht es gegen die Kompetenz dieses Tierarztes.

HD beim Hund – 10 mögliche Anzeichen

Schon gelesen?

Hanf für Hunde – Hanföl, CBD-Öl und ihre Wirkung auf Hunde – Werbung

Hanf hat noch eine große Zukunft vor sich und wird noch vielen Hunden helfen können. …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.