Flöhe bei Hunden

Flöhe bei Hunden übertragen nicht nur Bandwürmer, Hautpilz und andere Erkrankungen. Bei einem starken Befall können sie sogar zur Blutarmut (Anämie) führen. Vor allem aber sind sie Verursacher der Floh-Allergie-Dermatitis (FAD), der häufigsten Hauterkrankung bei Hunden.

In den meisten Fällen handelt es sich um einen Befall mit Katzenflöhen.
Der Katzenfloh ist nicht sehr wirtsspezifisch und macht deshalb auch vor Hunden und Menschen nicht Halt.

Flöhe – Entwicklung und Lebensweise

  • Ein Floh lebt 100 bis 130 Tage. In dieser Zeit legt ein Flohweibchen durchschnittlich 27 Eier pro Tag. Hochgerechnet auf ein ganzes Flohleben sind dass 2700 – 3510 Eier.
  • Die Floheier werden direkt auf das Wirtstier abgelegt und fallen dann hinunter in die Umgebung des Tieres. Die gesamte Entwicklung bis zum Floh findet in der Umgebung statt.
    Nur 5 % der gesamten Flohpopulation sitzt auf dem Tier, die restlichen 95% leben in der Wohnung.
    • 5% erwachsene Flöhe
    • 50% Floheier
    • 35% Flohlarven
    • 10% Flohpuppen
  • Nach 1 – 7 Tagen schlüpfen aus den Floheiern die Flohlarven. Das ist abhängig vom Klima der Umgebung. Besonders schnell geht es bei 25°C und 50% Luftfeuchtigkeit – Wohnraumklima.
  • Die Flohlarven ernähren sich vom Blut der erwachsenen Flöhe, der noch unverdautes Blut enthält. Auch sie mögen es feucht und warm.
  • Die gesamte Larvenentwicklung dauert 5 -12 Tage. In dieser Zeit häutet sich die Flohlarve zweimal. Dieses dritte Larvenstadium verpuppt sich schließlich und spinnt einen Kokon. Der Kokon ist mit einer Größe von 5mm gut mit dem bloßen Auge zu erkennen.
  • In diesem Puppenstadium sind die Flöhe geschützt gegen nahezu alle Außenreize. Auch gegen die meisten Flohmittel. Selbst bei niedrigen Temperaturen können sie viele Monate überleben
  • Der fertig entwickelte Floh schlüpft schließlich zunächst aus der Puppenhülle. Einige Zeit später dann auch aus dem Kokon. Die gesamte Flohentwicklung vom Ei bis zum fertigen Floh dauert je nach Umweltbedingungen 2 Wochen bis mehrere Monate.
  • Die jungen Flöhe begeben sich sofort aktiv auf Wirtssuche. Dabei orientieren sie sich an Körperwärme, Bewegungen sowie am CO2 -Gehalt der Atemluft.
  • Nach einem Flohstich erfolgt sofort die Blutaufnahme. Flöhe können bis zum 15fachen ihres Körpergewichts saugen. Das sind ca. 13 -15 µl (Mikroliter). Eine Blutmahlzeit dauert 2 bis 10 Minuten.
  • Da Flöhe sehr störanfällig sind, kommt es oft vor, dass sie ihre Blutmahlzeit unterbrechen und kurz darauf erneut zustechen. So entsteht die sogenannte Flohleiter, eine typische Aneinanderreihung mehrerer Stiche.
  • Flöhe entwickeln eine enorme Sprungkraft. Sie besitzen ein 3. Beinpaar, welches als Sprungbein ausgebildet ist. Mit diesem können sie bis zu 30 cm weit und 15 cm hoch springen.
  • Flöhe bei Hunden erkennen

  • Zu erkennen ist ein Flohbefall anfangs vor allem am Juckreiz des Hundes. Manchmal sind auch direkt Flöhe zu sehen oder ihr Halter selbst werdet sogar von den Flöhen gestochen.
  • Schon kurze Zeit darauf könnt ihr Floheier in der Umgebung finden. Sie sind 2 mm groß und weiß bis hellbeige. Da sie einfach vom Hund runterfallen, sind sie überall, vor allem auf den Liegeplätzen.
  • Die Larven selbst sind kaum zu erkennen. Sie sind eher beige bis gelblich gefärbt. Da sie es dunkel mögen, verstecken sie sich in kleinen Ritzen und dicken Teppichen.
  • Die Puppen in ihren großen Kokons werdet ihr leicht erkennen, wenn sie erst frisch verpuppt und noch weiß sind. Sie nehmen aufgrund ihrer etwas klebrigen Oberfläche schnell eine schmuddelige Farbe an.
    • Wenn ihr euch nicht sicher seid, stellt euren Hund auf eine weiße Unterlage.
    • Kämmt ihn dann mit einem feinzinkigen Kamm (Flohkamm).
    • Feuchtet anschließend heruntergefallene dunkle Krümel mit Wasser an.
      Wenn sie sich rot färben, handelt es sich um Flohkot.

    Herzlichen Glückwunsch.
    Ist zwar eklig, gehört aber zur Hundehaltung dazu.

    Zur Flohbekämpfung beim Hund und in der Wohnung sowie zu Alternativen zu äußerlichen Flohmitteln wie Spot Ons folgt in den nächsten Tagen ein weiterer Blogbeitrag.


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    Ein Kommentar

    1. Ich mag Cesar Milan überhaupt nicht. Ich finde seine Methoden abartig und als „Hundeflüsterer“ die Hunde auf das übelste zu Quälen ist für mich ein absolutes „NO GO“. Der beste Hundetrainer ist und bleibt MARTIN RÜTTER.

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